Country Musik Festival
Nashville zieht vom Cumberland River an die Spree

Wenn du nicht nach Nashville kommst, dann kommt Nashville zu dir. Für drei Tage kommen junge Künstler aus der Musikhauptstadt der USA nach Berlin, um das Neueste und Heißeste aus der amerikanischen Szene der Country Music zu präsentieren.

Donnerstag, 05.03.2020, 09:29 Uhr
Luke Combs mit seiner Verlobten Nicole Hocking bei den Country Music Awards (CMA) in Nashville. Combs ist einer der Stars in Berlin.
Luke Combs mit seiner Verlobten Nicole Hocking bei den Country Music Awards (CMA) in Nashville. Combs ist einer der Stars in Berlin. Foto: Evan Agostini

Berlin (dpa) - Berlin ist auf dem besten Weg, zur neuen Metropole der Country Music in Mitteleuropa zu werden.

Nur wenige Wochen nach dem Internationalen Country Music Meeting, auf dem überwiegend europäische und deutsche Musiker antraten, kommen die Country-Künstler vom Cumberland River in Nashville an die Spree zum neuen «Country to Country» - kurz auch C2C genannt.

Nach einem Probelauf im Vorjahr, der ein großes Publikum anzog, soll die Venue nunmehr nach den Vorstellungen der Veranstalter zur dauerhaften Einrichtung in der Hauptstadt werden.

Das Treffen in Berlin ist Teil des größten internationalen Countrymusik Festivals in Europa, denn eine Woche später stehen die C2C-Shows in Dublin, London und Glasgow auf dem Programm. Zeitgleich mit Berlin läuft das C2C-Treffen in Amsterdam - den Musikern bleiben nach einem genau ausgeklügelten Plan nur wenige Stunden an einem der Spielorte. Der Veranstalter Semmel Concerts bietet dabei eine Bandbreite von unterschiedlichsten Acts: Mehrfach-Award-Gewinner, Grammy-nominierte Acts, Schauspieler/Singer-Songwriter aus der bekannten Hit-Serie «Nashville» und Newcomer mit interessanten Geschichten.

Nach den Jahren der Stagnation der Country Music in Deutschland weht denn allmählich wieder ein anderer Wind durchs Land. Mit dem Weggang vieler US-Truppen aus Deutschland und nach dem Tod von Stars wie Johnny Cash oder Waylon Jennings wurde dem Genre eine düstere Zukunft prophezeit, doch scheint der Tiefpunkt überwunden.

Es mögen vielleicht nicht die größten Stars sein, die auf den Bühnen in der Verti Hall und umliegenden Lokalen am Mercedes Platz antreten, aber auf jeden Fall die aktuell bekanntesten Shootingstars. Und die Nachwuchsstars stehen den großen - und teuren - Ikonen wie Willie Nelson oder Dolly Parton in nichts nach. Es sind definitiv die ganz Großen von morgen, wenn man die Besetzungsliste des C2C genauer unter die Lupe nimmt.

Ein Luke Combs etwa hat mit seinen 29 Jahren schon einige Preise eingeheimst - mehrfach Platin, dazu zahlreiche Spitzenplatzierungen in den Charts. Sein im Vorjahr erschienenes Album «What You See Is What You Get» hielt sich lange auf Platz 1 der Countrycharts. Aktuell ist er im Studio im Stress - ob er in Berlin eventuell neue Songs vorstellt, bleibt noch geheim.

Und die Cadillac Three, die darauf brennen, den deutschen Fans ihr neuestes Album «Country Fuzz» vorzustellen. Das Trio aus Nashville mischt Country mit Rock'n'Roll und Southern Rock, dazu noch eine Prise Funk und Soul, und überbrückt dabei locker alle musikalischen Grenzen. Darius Rucker («Wagon Wheel»), der schon für mehrere Nummer-Eins-Singles und auch Alben gefeiert wurde, und Jungstar Brett Young («In Case You Didn’t Know») gehören ebenfalls zur Aufstellung.

Mit dabei ist auch Charles Esten, der in der amerikanischen Fernsehserie «Nashville» den Country-Musiker Deacon Claybourne spielte. Wer es nicht weiß - Esten ist auch Country-Sänger und Songwriter («A Road And A Radio»). Und Esten freut sich riesig auf seine Wiederkehr nach Berlin. Und er bringt das Treffen auf den Punkt: «Our Country is coming to your Country: Country to Country.»

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