Reportage
Menschen am Schwarzen Meer: «Schwere See»

Der Autor Jens Mühling erzählt von sechs Ländern rund um das Schwarze Meer - abenteuerliche Geschichten.

Dienstag, 12.05.2020, 12:12 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 12:14 Uhr

Hamburg (dpa) - In sechs Länder rund um das Schwarze Meer entführt uns Jens Mühling in seiner poetischen Reisereportage «Schwere See». Es ist ein vielfältiges Völkergemisch, das er erkundet, eng miteinander verflochten, aber auch verfeindet wie Russen und Ukrainer, Georgier und Abchasen.

Mühling trifft auf im Westen kaum bekannte Volksgruppen wie Lasen, Mescheten, MIngrelier oder Tscherkessen. Er erzählt ihre Geschichte, ihre Sagen und Mythen. Vor allem aber lebt seine Reportage von der behutsamen Annäherung an die Menschen, die er so sein lässt, wie sie sind.

Er muss keine Klischees und Übertreibungen bemühen. Seine Geschichten sind schon so abenteuerlich genug. Zum Beispiel die Affenforschungsstation in Suchum/Abchasien: Hier versuchte Stalins Frankenstein, der Biologe Iwanow, einst Menschen und Menschenaffen zu kreuzen, was kläglich scheiterte. An der Küste Georgiens wiederum lässt ein Oligarch für viel Geld uralte Bäume ausgraben. Der bizarre Grund: In seinem eigenen Park sollen die Bäume seinen Albino-Söhnen Schatten spenden!

- Jens Mühling: Schwere See. Eine Reise um das Schwarze Meer, Rowohlt Verlag, Hamburg, 320 Seiten, 22,00 Euro, OSBN 978-3-498-04545-6.

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