Reisebuch
Porträt eines fremden Landes: «Italien»

Thomas Steinfeld auf Streifzug durch italienische Provinzen und Städte: Er zeigt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes, manchmal auch Verstörendes.

Dienstag, 12.05.2020, 12:18 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 12:20 Uhr

Berlin (dpa) - In früheren Jahrhunderten gab es die sogenannte «Grand Tour», die klassische Bildungsreise für Adelige und betuchte Bürgerliche mit dem Lieblingsziel Italien.

In diese Tradition stellt sich der Journalist und frühere Italien-Korrespondent der «Süddeutschen Zeitung» Thomas Steinfeld mit seinem feuilletonistischen Reisebuch. Auf seinem Streifzug durch italienische Provinzen und Städte zeigt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes, zu dem die Deutschen immer eine ganz besondere Beziehung hatten: Kultur, Eleganz und Sinnenfreude, aber auch Verstörendes und Befremdliches.

Ob er über die Bedeutung der Piazza für die Stadtgesellschaft räsoniert oder über den tödlichen Ernst des italienischen Schlagers, Steinfeld plaudert immer ebenso kenntnisreich wie unterhaltsam. Er erzählt von Genua als theatralischer Stadtkulisse, aber auch von schmerzhaft hässlichen Industrie- und Vorstadtlandschaften, etwa rund um Neapel. Und selten hat man so gut wie hier erklärt bekommen, wie Klientelismus als Grundlage und Netzwerk einer Gesellschaft funktioniert.

- Thomas Steinfeld: Italien. Porträt eines fremden Landes, Rowohlt Berlin, 448 Seiten, 25,00 Euro, ISBN 978-3-7371-0058-8.

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