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Tatort: Bausünden

Der Tod einer Hotelangestellten und das Rätsel um eine verschwundene Frau beschäftigen die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk. Ihre Ermittlungen führen sie zu einem Architekturbüro, das Großbauten für die Fußball-WM in Katar plant.

Sonntag, 31.05.2020, 00:01 Uhr aktualisiert: 31.05.2020, 05:01 Uhr
Die beiden Kölner «Tatort-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, l) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) begegnen Frau Pauly (Alexandra von Schwerin), der Geschäftsführerin des Hotels.
Die beiden Kölner «Tatort-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, l) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) begegnen Frau Pauly (Alexandra von Schwerin), der Geschäftsführerin des Hotels. Foto: Martin Valentin Menke

Köln (dpa) - Die Hotelangestellte Marion Faust wird vom Balkon gestoßen. Wer wollte ihren Tod? Die Kölner «Tatort»-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) ermitteln - und bekommen es dabei mit Intrigen in der Baubranche zu tun.

Das Erste wiederholt am Pfingstsonntag (20.15 Uhr) die Folge «Bausünden», die zum ersten Mal Anfang 2018 gelaufen ist.

Marion Faust hatte kurz vor ihrem Tod mehrere besorgte Nachrichten auf dem Anrufbeantworter von Susanne Baumann hinterlassen - die jedoch seit einiger Zeit verschwunden ist. Hat ihr Mann Lars (Hanno Koffler) etwas damit zu tun? Schließlich scheint seine Ehefrau fremden Männern gegenüber nicht abgeneigt zu sein.

Das Ehepaar Baumann arbeitet in einem Architekturbüro, das in Katar Projekte für die Fußball-WM 2022 baut. Der Chef des Büros, Hans Könecke (Julian Weigend) ist auf die Aufträge aus Katar angewiesen. Mit seinem Mitarbeiter Baumann verbindet ihn zudem noch etwas: Beide waren früher als Soldaten in Afghanistan.

Obwohl die Anspielungen auf die Großbaustellen in Katar geradezu zur sonst im Kölner «Tatort» beliebten Sozialkritik einladen, wird dieses Thema nur am Rande gestreift. Lediglich Baumanns Schwägerin, die Gewerkschaftsfunktionärin Daniela Mertens (Jana Pallaske), prangert die teils untragbaren Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen an.

Es ist ein Krimi mit einem vielversprechenden Auftakt. Doch dann wird die Spannung leider rasch gedrosselt. Das Geschehen plätschert recht uninspiriert vor sich hin. Der Film hält ein paar nicht allzu überraschende Wendungen bereit. Dass die beiden Kommissare natürlich am Ende den Fall lösen, damit verrät man kein Geheimnis.

In Szene gesetzt wurde «Bausünden» von Kaspar Heidelbach, der auch 1997 bei der ersten Kölner Folge «Willkommen in Köln» Regie geführt hat. Die Filmmusik schrieb der Komponist der berühmten «Tatort»-Titelmelodie, Klaus Doldinger.

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