Kriegsheimkehrer
Tolles Krimidebüt: «Der rote Judas»

Nach dem Ersten Weltkrieg kehrt ein Kommissar in den Polizeidienst zurück. Gleich wird er mit einem verzwickten Fall betraut.

Dienstag, 09.06.2020, 10:57 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 11:00 Uhr

Hamburg (dpa) - Im Januar 1920 kehrt Kommissar Paul Stainer aus der Kriegsgefangenschaft nach Leipzig in den Polizeidienst zurück und gleich erwartet ihn ein kniffliger Fall. Der vermeintliche Selbstmord eines Lehrers entpuppt sich als Mord.

Beim Einbruch in eine Fabrikantenvilla gibt es mehrere Tote. Eine verängstigte Zeugin taucht unter und ein geheimnisvoller Koffer mit Dokumenten verweist auf eine mysteriöse «Operation Judas». Stainer erkennt zwischen alldem einen Zusammenhang. Während des Krieges muss es zu grauenvollen Verbrechen in Belgien gekommen sein, die irgendwer zu vertuschen sucht.

Thomas Ziebula, vor allem als Autor von Fantasy-Romanen bekannt, hat ein bemerkenswertes Krimidebüt hingelegt. Mit großem Einfühlungsvermögen stellt er die Schwierigkeit des Kriegsheimkehrers dar, wieder ins Zivilleben zurückzukehren. Der Held wird von Kriegserinnerungen und wilden Träumen gequält und leidet unter Gedächtnisverlust. Daneben entwickelt sich ein verzwickter und spannender Plot, der zu den dunkelsten Kapiteln der Kriegsführung zählt.

- Thomas Ziebula: Der rote Judas, Rowohlt Verlag, Hamburg, 480 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-8052-0006-6.

© dpa-infocom, dpa:200609-99-360050/2

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