Skulpturen aus Daten
Refik Anadols Traumwelten in Baden-Baden

Ein Parcours strömender Pixel: So wirken die monströsen Skulpturen von Refik Anadol.

Freitag, 03.07.2020, 16:24 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 16:26 Uhr
Die raumgreifende Skulptur "Bosphorus" von Medienkünstler Refik Anadol in Baden-Baden.
Die raumgreifende Skulptur "Bosphorus" von Medienkünstler Refik Anadol in Baden-Baden. Foto: Uli Deck

Baden-Baden (dpa) - Malen nach Zahlen mal anders: Unter dem Titel «Digital Dreams» zeigt der Medienkünstler Refik Anadol in Baden-Baden, wie aus digitalen Daten Kunst entstehen kann.

Von diesem Samstag an bis zum 4. September verwandeln drei seiner riesigen Datenskulpturen das historische Ambiente des Kurhauses in einen Parcours strömender Pixel. Aus mehr als 46 Millionen Bildern wird ein fließendes Kunstwerk virtueller Welten auf eine quadratische LED-Wand gezaubert.

So lässt die raumgreifende Skulptur «Bosphorus» im Bénazetsaal Besucher ins Marmarameer am Bosporus eintauchen. Die Bewegungen des Meeres sind durch über 30 Tage gesammelte Hochfrequenz-Radardaten des türkischen Wetterdienstes zu erleben.

Refik Anadol, 1985 in Istanbul geboren, lebt und arbeitet in Los Angeles. In seinen Installationen erforscht er mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz den Raum zwischen digitalen und physischen Gebilden - und schafft so eine hybride Beziehung zwischen Architektur und Medienkunst.

© dpa-infocom, dpa:200703-99-657374/3

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