Kriminalroman
Tod im Ramadan: «Schatten über Marrakesch»

Der britische Autor James von Leyden lebt in Marokko und kennt sich da aus. Er hat einen Krimi über das Land geschrieben, in dem Tradition und Moderne immer wieder aneinander geraten.

Mittwoch, 02.09.2020, 12:22 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 12:24 Uhr

München (dpa) - In Marrakesch hat der Ramadan begonnen, und das in der schlimmsten Hitzewelle seit langem. Für den jungen Polizisten Karim Belkacem geht das Leben seinen trägen Gang, bis in der Altstadt die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird.

Die Tote entpuppt sich als seine Jugendfreundin Amina. Bei Nachforschungen stößt Karim auf familiäre Probleme, denn Amina eckte mit ihrem westlichen Lebensstil immer wieder an. Doch auch zwielichtige Immobiliengeschäfte, Korruption und andere Machenschaften spielen eine Rolle, hinter denen der Mörder kaum zu entdecken ist.

Der britische Autor James von Leyden, der selbst in Marrakesch lebt, stellt in seinem Krimi «Schatten über Marrakesch» ein vielschichtiges Bild Marokkos vor. Mit großer Sympathie schildert er die Menschen in einem Land im Umbruch, in dem Tradition und Moderne nicht immer harmonieren. Soziale Spannungen, Arbeitslosigkeit und tiefe Religiosität prägen den Alltag. Von Leyden gelingt hier ein differenzierter Roman, der nicht zum simplen Reisekrimi verkommt.

- James von Leyden: Schatten über Marrakesch, Heyne Verlag, München, 464 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-453-42418-0.

© dpa-infocom, dpa:200901-99-393320/2

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7563142?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686136%2F2686170%2F
Nachrichten-Ticker