Im Namen des Glaubens
Versteckte Kirchen: «Die seltsamsten Orte der Religionen»

Eine Do-it-yourself-Kathedrale bei Madrid ist nur einer von 39 seltsamen Orten der Andacht weltweit. Johann Hinrich Claussen berichtet von diesen Gotteshäusern.

Dienstag, 24.11.2020, 16:28 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 16:30 Uhr

München (dpa) - Seit fast 60 Jahren baut Justo Gallego Martinez in einem kleinen Ort östlich von Madrid an seiner eigenen Kathedrale. Auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern hat er das wackelige Gebäude lange Zeit fast allein errichtet. Heute ist er über 90 und sein Gelübde immer noch nicht erfüllt.

Immerhin hat der «verrückte Mönch» inzwischen internationale Anerkennung erfahren, zum Beispiel durch eine Fotoausstellung im MOMA in New York. Die Do-it-yourself-Kathedrale in Spanien ist nur einer von 39 seltsamen Orten der Andacht und Gläubigkeit weltweit, die Johann Hinrich Claussen in seinem Buch aufführt. Sie reichen vom Mausoleum eines französischen Postboten, über eine russische Einsiedelei im Münchner Olympiapark bis zu gigantischen Bauwerken wie dem Himmlischen Jerusalem im Kongo. Die 100 Meter lange Kirche mit fast 40.000 Sitzplätzen mitten in der Ödnis ist Zentrum einer bizarren christlichen Glaubensgemeinschaft.

Es gibt Heiligtümer für Lastwagenfahrer, Tierfriedhöfe oder Rattentempel, ein Buch, das zum Wundern und Staunen anregt.

- Johann Hinrich Claussen: Die seltsamsten Orte der Religionen. Von versteckten Kirchen, magischen Bäumen und verbotenen Schreinen, C.H. Beck, München, 239 Seiten, 20,00 Euro, IBSN 978-3-406-75598-9.

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