Brand-Katastrophe
Frankreichs Kulturministerin: «Notre-Dame ist gerettet»

Der verheerende Brand der Kathedrale Notre-Dame hat die Welt erschüttert. Jetzt kommen gute Nachrichten aus Paris.

Mittwoch, 25.11.2020, 12:34 Uhr aktualisiert: 25.11.2020, 12:37 Uhr
Das geschmolzene Gerüst auf dem Dach der Pariser Kathedrale Notre-Dame.
Das geschmolzene Gerüst auf dem Dach der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Foto: Martin Bureau

Paris (dpa) - Die bei einem Brand schwer beschädigte Pariser Kathedrale Notre-Dame ist nach Ansicht von Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot gerettet. Der schwierige Abbau eines beim Brand verformten Gerüsts sei ein wichtiger Schritt gewesen, sagte sie am Dienstagabend bei einer Anhörung der Nationalversammlung.

Bachelot erklärte, dass es Zweifel an der Standhaftigkeit des alten Gebäudes gegeben habe, solange das Gerüst noch auf dem Dach hing. «Und diese Angst liegt definitiv hinter uns. Notre-Dame ist gerettet, und das wissen wir seit heute endlich.»

Die Ministerin betonte zugleich, dass noch viel zu tun sei und die Sicherungsarbeiten noch längst nicht abgeschlossen seien. Sie würden bis zum Sommer kommenden Jahres andauern. «Und natürlich kann erst danach mit den Restaurierungsarbeiten begonnen werden.» Mit Blick auf das Versprechen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die weltberühmte Kathedrale bis 2024 wieder aufzubauen, sagte Bachelot: «Es liegt noch ein langer Weg vor uns.»

Vor dem verheerenden Brand der Kathedrale im April 2019 war die Turmspitze des weltberühmten Bauwerks restauriert worden. Das dafür auf dem Dach installierte Gerüst hielt dem Einsturz der Turmspitze zwar stand, wurde jedoch durch die Hitze des Feuers massiv verformt und war ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für die schwer beschädigte Kathedrale. Das Gerüst bestand aus rund 40.000 Teilen, wog 200 Tonnen und befand sich teils in 40 Meter Höhe. Der Abbau seit Anfang Juni war kompliziert, am Dienstag wurde er offiziell beendet.

Das Inferno im Herzen der französischen Hauptstadt hatte international Entsetzen ausgelöst. Wegen der Corona-Krise waren die Bauarbeiten an dem rund 850 Jahre alten Bauwerk zwischenzeitlich unterbrochen. Von Ende April an kehrte dann wieder Leben auf der Baustelle ein.

© dpa-infocom, dpa:201125-99-457040/3

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