Abschied
«Police Academy»-Schauspielerin Marion Ramsey ist tot

Ihre hohe Stimme war ihr Markenzeichen: US-Schauspielerin Marion Ramsey wurde als Polizistin Laverne Hooks in «Police Academy» bekannt. Mit 73 Jahren ist sie nun gestorben.

Freitag, 08.01.2021, 11:42 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 12:55 Uhr
Marion Ramsey, die vor allem durch die Action-Komödienreihe «Police Academy» bekannt wurde, lebt nicht mehr.
Marion Ramsey, die vor allem durch die Action-Komödienreihe «Police Academy» bekannt wurde, lebt nicht mehr. Foto: -

Los Angeles (dpa) - Sie war die Polizistin Laverne Hooks in «Police Academy»: Die US-amerikanische Schauspielerin Marion Ramsey ist tot. Nach Angaben ihres Sprecherteams starb sie am Donnerstag «plötzlich» in ihrem Haus in Los Angeles.

Die Schauspielerin und Sängerin wurde 73 Jahre alt. Weitere Angaben zur Todesursache machte ihr Management zunächst nicht.

Ramsey wurde durch ihre Rolle der Laverne Hooks in den 80er Jahren einem weltweiten Publikum bekannt. Ihr Markenzeichen war ihre hohe Stimme. Sie trat für alle sechs Folgen von 1984 bis 1989 vor die Kamera. Die Komödienreihe um gutwillige, aber inkompetente Auszubildende einer Polizeischule spielte in den USA mehr als 200 Millionen Dollar ein, wobei der erste Teil (deutsch: «Police Academy - Dümmer als die Polizei erlaubt») mit rund 80 Millionen Dollar am erfolgreichsten war. Bei einem später gedrehten siebten Teil (1994) war Ramsey nicht mehr dabei.

Diese Prominenten sind 2021 gestorben

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  • Milva (*7.7.1939 † 23.4.2021)

    Die italienische Schlager- und Chansonsängerin Milva ist tot. „La Rossa“, wie Maria Ilva Biolcati in Italien auch wegen ihrer roten Haare genannt wurde, starb im Alter von 81 Jahren . „Milva war eine der stärksten Interpretinnen des italienischen Chansons“, teilte Italiens Kulturminister Dario Franceschini mit. Auf internationalen Bühnen sei sie erfolgreich geworden und habe den Namen ihres Landes hoch gehalten.

    Foto: Wolfgang Kluge/dpa-Zentralbild/dpa
  • Thomas Fritsch (*16.01.1944 † 21.04.2021)

    Der Schauspieler Thomas Fritsch ist tot. Er sei am 21. April 2021 "friedlich entschlafen", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem näheren Umfeld. Zuvor hatte die Illustrierte "Bunte" berichtet. Fritsch wurde 77 Jahre alt. Er zählte zu den beliebtesten Fernsehschauspielern, bekannt war er unter anderem für die ZDF-Serie "Drei sind einer zuviel" mit Jutta Speidel und Herbert Herrmann (1977). Es ging dabei um zwei Männer, die um dieselbe Frau kämpfen.

    Sechs Auftritte hatte Fritsch allein in dem Krimi-Dauerbrenner "Derrick". Im 80er-Jahre-Fernsehkult "Rivalen der Rennbahn" spielte er einen Jockey. Auf dem Bildschirm war er auch danach mit Rollen in quotenstarken Serien wie "Eine wunderbare Familie", "Hallo Robbie", "Unser Charly" oder "Soko 5113" präsent.

    In der Edgar-Wallace-Satire "Der Wixxer" erlebte er 2004 sein Kino-Comeback in der Rolle des Earl of Cockwood. Auch als Theaterschauspieler und Synchronsprecher war Fritsch sehr aktiv. So war er im Blockbuster "Gladiator" die deutsche Stimme von Hauptdarsteller Russell Crowe und lieferte in der Streamingserie "Game of Thrones" die deutsche Tonspur von James Faulkner in der Rolle des Randyll Tarly.

    Foto: Horst Ossinger / dpa
  • Willi Herren (*17.06.1975 † 20.04.2021)

    Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren ("Lindenstraße") ist im Alter von 45 Jahren gestorben. Herren wurde am 20. April tot in seiner Wohnung im Kölner Stadtteil Mülheim gefunden, wie eine Polizeisprecherin bestätige. Es liefen Ermittlungen zu den Todesumständen. 

    Herren war als Serien-Fiesling "Olli Klatt" in der ARD-Sendung "Lindenstraße" bekannt geworden. Später trat der Kölner als Sänger von Mallorca-Partyschlagern in Erscheinung. Zudem war er in vielerlei Reality-Formaten zu sehen - zuletzt etwa gehörte er zu den Kandidaten der Sat.1-Show "Promis unter Palmen". Wenige Tage vor seinem Tod hatte Herren noch ein neues Projekt vorgestellt, mit dem er Geld verdienen wollte: Einen Foodtruck, an dem man Reibekuchen kaufen konnte. Herrens Karriere war allerdings auch immer wieder von Skandalen begleitet. Unter anderem begab er sich in einen Drogenentzug. 

    Foto: Henning Kaiser / dpa
  • Barby Kelly  (*28.04.1975 † 15.04.2021)

    Als Mitglied der Kelly Family hat sie sich in die Herzen einer riesigen Fangemeinde gespielt. Jetzt ist Barby Kelly (zweite von links) gestorben - sie wurde nur 45 Jahre alt.

    Foto: picture alliance/dpa | Ferdinand Ostrop (Archiv 05.10.1998)
  • Helen McCrory  (*17.08.1968 † 16.04.2021)

    Die Schauspielerin, bekannt aus Harry-Potter-Filmen und dem James- Bond-Film «Skyfall» , starb im Alter von 52 Jahren. Wie ihr Ehemann auf Twitter schrieb, hatte sie Krebs.

    Foto: picture alliance / dpa | Hannah Mckay
  • DMX  (*18.12.1970 † 09.04.2021)

    Um die Jahrtausendwende dominierte Rapper DMX (Earl Simmons) die US-Charts - in den vergangenen Tagen beteten seine Fans für seine Gesundheit. Nach Tagen künstlicher Beatmung starb der Musiker am Freitag.

    Foto: picture-alliance / dpa | -
  • Der britische Prinz Philip  (*10.06.1921 † 09.04.2021)

    Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Das teilte der Buckingham-Palast am 09.04.2021 in London mit.

    Foto: picture alliance/dpa/AP Pool/AP | Alastair Grant
  • Uta Ranke-Heinemann  (*2.10.1927 † 25.3.2021)

    Die streitbare Theologin Uta Ranke-Heinemann  ist im Alter von 93 Jahren von gestorben. Einer größeren Öffentlichkeit wird die Theologin in den 1980er Jahren bekannt, als sie den Glaubenssatz von der Jungfräulichkeit Marias vor, unter und nach der Geburt Jesu anzweifelt. Sie ist die älteste Tochter des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann. 

    Foto: Horst Ossinger
  • Bertrand Tavernier (*25.4.1941 † 25.3.2021)

    Der französische Regisseur Bertrand Tavernier  ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Tavernier wanderte in seiner Karriere zwischen Krimis, Psychothrillern, Historienfilmen, Science-Fiction, Romanzen und Satire. Er führte bei mehr als 50 Filmen Regie. 

    Foto: picture alliance / dpa | Ian Langsdon
  • Larry Flynt (*1.2.1942 † 10.2.2021)

    Der US-Verleger Larry Flynt ist tot.  Der Gründer des Erotik-Magazins «Hustler» starb im Alter von 78 Jahren . Der Verleger war zeit seines Lebens umstritten: Immer wieder wurden ihm und seinen Zeitschriften widerwärtiges und obszönes Verhalten vorgeworfen.

    Foto: Paul Buck
  • Chick Corea (*12. Juni 1941  † 09. Februar 2021)

    Der Jazz-Pionier und 23-fache Grammy-Gewinner Chick Corea ist am 9. Februar 2021 mit 79 Jahren an einer seltenen Krebs-Erkrankung gestorben. Ob mit E-Gitarrist Bill Connors, Flamenco-Klängen im Album "My Spanish Heart" oder seinem rockigen Elektro-Jazz der 80er und 90er Jahre: Während Coreas Finger über die Tasten schwebten, verwandelte sich sein Jazz in ein musikalisches Kaleidoskop.

    Foto: Michael Nelson / dpa
  • Sir Thomas Moore (* 30.4.1920 † 2.2.2021)

    Kapitän Sir Tom Moore ist im Alter von 100 Jahren gestorben . Er hatte sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert. Der Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS in der Corona-Pandemie gesammelt und hatte damit weltweite Berühmtheit erlangt.

    Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Jacob King
  • Dustin Diamond (* 7.1.1977 † 1.2.2021)

    Dieses von NBC veröffentlichte Bild zeigt den Schauspieler Dustin Diamond als Samuel Powers , besser bekannt als «Screech» aus der 1990er Serie «California High School» («Original: Saved by the Bell»). Der amerikanische Schauspieler Dustin Diamond, der als Kinderstar im US-Fernsehen bekannt wurde, ist tot. Er starb mit 44 Jahren an Krebs, wie sein Sprecher mitteilte.

    Foto: picture alliance/dpa/NBCU Photo Bank/AP | Paul Drinkwater
  • Cicely Tyson (* 19.12.1924 † 28.1.2021)

    Die amerikanische Schauspielerin Cicely Tyson ist tot . Tyson gehörte Anfang der 1960er Jahre zu den ersten Afroamerikanerinnen mit einer Hauptrolle in einer TV-Serie. 1973 erhielt sie eine Oscar-Nominierung für ihre Hauptrolle in dem Drama «Das Jahr ohne Vater». Die Trophäe ging damals an Liza Minnelli für «Cabaret», Tyson wurde aber 2018 von der Film-Akademie mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie holte mehrere Emmy-Trophäen, darunter als Hauptdarstellerin in dem Fernsehfilm «The Autobiography of Miss Jane Pittman» (1974), in dem sie eine frühere Sklavin spielte, die auf ihr Leben zurückblickt. Ihr Auftritt in dem Theaterstück «The Trip to Bountiful» brachte ihr 2013 die begehrte Tony-Trophäe als beste Darstellerin ein. 2016 verlieh ihr der damalige US-Präsident Barack Obama die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der USA.

    Foto: picture alliance / dpa | Shawn Thew
  • Cloris Leachman (* 30.04.1926 † 27.1.2021)

    Die Schauspielerin Cloris Leachman bei der Premiere von «The Comedian» während des AFI Festes. Die vielseitige Darstellerin starb am 27. Januar eines natürlichen Todes im kalifornischen Encinitas, wie ihre Sprecherin mitteilte. Leachman wurde 94 Jahre alt.

    Foto: picture alliance/dpa/Invision/AP | Richard Shotwell
  • Hal Holbrook (*17.2.1925 † 23.1.2021)

    Der preisgekrönte US-Schauspieler  Hal Holbrook  ist mit 95 Jahren gestorben. Holbrook war vor allem berühmt für die Darstellung des US-Schriftstellers Mark Twain (1835-1910) in einer von ihm konzipierten Ein-Mann-Show, für die er 1966 den US-Theaterpreis Tony als bester Schauspieler einheimst

    Foto: Justin Lane
  • Larry King (* 19.11.1933 † 23.1.2021)

    Der amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist tot. King sei im Alter von 87 Jahren gestorben , berichtete der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf seinen Sohn. King wurde mit seiner Show „Larry King Live“ bekannt, die von 1985 bis 2010 bei CNN zu sehen war. Sein praktisch immer gleiches Outfit mit Hornbrille, Hemd und Hosenträgern wurde zu seinem Markenzeichen.

    Foto: diverse
  • Bernd Kannenberg (*20.8.1942 † 13.1.2021)

    Bernd Kannenberg, Geher-Olympiasieger über 50 Kilometer von 1972 in München, ist tot. Er starb im Alter von 78 Jahren. Kannenberg hatte mit seinem Triumph bei den Heim-Sommerspielen zu dem „Goldenen Sonntag“ am 3. September 1972 beigetragen.

    Foto: picture alliance/dpa
  • Siegfried Fischbacher (*13. Juni 1939 † 13. Januar 2021)

    Der „Siegfried & Roy“-Magier Siegfried Fischbacher ist tot. Der gebürtige Rosenheimer starb am Mittwoch im Alter von 81 Jahren .

    Foto: diverse
  • Marion Ramsey (*10. Mai 1947 † 7. Januar 2021)

    Ihre hohe Stimme war ihr Markenzeichen: US-Schauspielerin Marion Ramsey wurde als Polizistin Laverne Hooks in «Police Academy» bekannt. Mit 73 Jahren ist sie nun gestorben .

    Foto: dpa
  • Helmut Claas (*16.7.1926 † 5. Januar 2021)

    Er war ein erfolgreicher Familienunternehmer und Landmaschinen-Pionier. Jetzt ist der langjährige Chef des Agrar-Konzerns Claas, Helmut Claas, im Alter von 94 Jahren gestorben.

    Foto: Claas
  • Bob Brett (*13.11.1953  5 Januar 2021)

    Der frühere Trainer von Tennis-Legende Boris Becker, Bob Brett (l), ist tot. Der Australier starb im Alter von 67 Jahren. Unter seiner Leitung gewann Becker 1989 in Wimbledon und bei den US Open und wurde 1991 nach seinem Triumph bei den Australian Open die Nummer eins der Welt.

    Foto: Michael Probst/dpa
  • Gerry Marsden  (*24.9.1942 † 3.1.2021)

    Der britische Musiker Gerry Marsden ist gestorben . Mit seiner Version von «You'll Never Walk Alone» bleibt er nicht nur Fußballfans in Liverpool in Erinnerung.

    Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Dave Thompson
  • Floyd Little  (*4.7.1942 † 1.1.2021)

    Die amerikanische Football-Liga NFL trauert um einen ihrer größten Spieler: Floyd Little, Football-Idol und Runningback der Denver Broncos ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

    Foto: imago/ZUMA
  • Rückblick: Im  Vorjahr (2020) starb unter anderem Diego Maradona.

    Foto: picture alliance/dpa/AP/​Shutterstock/DCM | Meazza Sambucetti

Später war sie in den TV-Serien «Beverly Hills, 90210» und «MacGyver» zu sehen. Anfang der 90er Jahre wirkte sie als Stimme von D.I. Holler an der Zeichentrickserie «The Addams Family» mit.

2015 spielte sie an der Seite von Steve Guttenberg in dem Science-Fiction-Film «Lavalantula - Angriff der Feuerspinnen» mit. Ihre letzte Rolle hatte sie laut dem Branchenblatt «Variety» 2018 in «When I Sing», einem in der Musikindustrie spielenden Film.

Ramsey wurde 1947 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren. In den 1970er Jahren etablierte sie sich als Theater- und Filmschauspielerin. Mit Bette Davis spielte sie in dem Musical «Miss Moffat». Am New Yorker Broadway war sie in «Grind» und «Hello, Dolly» zu sehen. Ramsey engagierte sich auch stark in der Aufklärung über die Immunschwächekrankheit Aids.

© dpa-infocom, dpa:210108-99-943320/2

 

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