Hardy Engels dritter Fall
Abgründe im Hollywood: «Die letzte Geliebte»

Tiefschwarzer politischer Thriller über die Abgründe der glitzernden Filmwelt in den Roaring Twenties. Vom Ku-Klux-Klan und einer Verschwörung, die in die höchsten politischen Kreise reicht.

Freitag, 05.02.2021, 13:44 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 14:08 Uhr

Köln (dpa) - Hardy Engel arbeitet Anfang der 1920er Jahre im skandalerprobten Hollywood als Privatdetektiv. Prompt wird er von Dorothy Reid engagiert, deren Mann Wally, einer der Superstars im Filmbusiness, an seinem Drogenkonsum gestorben ist.

Trotz seiner gesundheitlichen Probleme hatte ihn Will Hays, der Chef der Produzentenvereinigung, noch zum Dreh gezwungen. Nun will die rachsüchtige Witwe den Produzenten zu Fall bringen. Der Detektiv soll dunkle Flecken auf Hays blütenweißer Weste finden.

Bei seinen Nachforschungen bekommt es Hardy Engel nicht nur mit dem Ku-Klux-Klan zu tun, er deckt auch einen Skandal auf, der bis nach Washington reicht. Christof Weigold gelingt in seiner Reihe mit dem Hollywood-Detektiv Hardy Engel eine faszinierende Mischung aus historischen Fakten und Fiktion. «Die letzte Geliebte» ist ein tiefschwarzer politischer Thriller über die Abgründe der glitzernden Filmwelt, in dem sicherlich auch Humphrey Bogart gerne aufgetreten wäre. Mit leichter Hand wird eine Story serviert, die man kaum glauben möchte, hochspannend und abstoßend zugleich.

Christof Weigold: Die letzte Geliebte, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 656 Seiten, 16,00 Euro, ISBN 978-3-462-05326-5

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