Rettungsschiff
«Ocean Viking» nimmt 92 Menschen an Bord

Die Besatzung der «Ocean Viking» meldet, dass sie auf dem Mittelmeer vor Libyen Migranten aus einem Schlauchboot gerettet hat. Unter den Geretteten sollen auch Schwangere und Babys sein.

Freitag, 24.01.2020, 13:13 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 13:16 Uhr
Das Rettungsschiff «Ocean Viking» im Oktober vor der italienischen Küste.
Das Rettungsschiff «Ocean Viking» im Oktober vor der italienischen Küste. Foto: Francesco Ruta

Rom (dpa) - Das Rettungsschiff «Ocean Viking» hat nach Angaben der Organisatoren 92 Menschen aus einem überfüllten Schlauchboot vor Libyen an Bord genommen.

Wie die Helfer mitteilten, waren unter den Migranten 5 Schwangere sowie 38 Kinder und Jugendliche. Viele der aus Seenot Geborgenen litten an Unterkühlung. Nach Angaben der Hilfsgruppe Ärzte ohne Grenzen dauerte die nächtliche Aktion bei zwei Meter hohen Wellen und starkem Wind mehrere Stunden. Mehr als die Hälfte der Menschen komme aus Somalia.

Das Schiff von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen hatte erst vor kurzem 39 Migranten aus Seenot gerettet und im italienischen Pozzallo auf Sizilien an Land gebracht. Die «Ocean Viking» dürfte zunächst weiter in dem Seegebiet vor dem nordafrikanischen Land bleiben, hieß es von den Helfern.

Nachdem in Italien die Koalition aus der rechten Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung 2019 zerbrochen war, wurden die Rettungsschiffe der Hilfsgruppen nicht mehr so lange auf dem Meer blockiert. Im laufenden Jahr konnten bereits verschiedene Schiffe in Italien Migranten an Land bringen. Andere Länder aus Europa, auch Deutschland, hatten sich zuvor jeweils zur Aufnahme eines Teils der Menschen bereit erklärt.

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