Do., 23.08.2018

Neues aus der Szene Einkaufen im Prunk: Staatstheater als Supermarkt

In Wiesbadens Staatstheater wurde ein Supermarkt eingerichtet.

In Wiesbadens Staatstheater wurde ein Supermarkt eingerichtet. Foto: Silas Stein

Es geht den Kuratoren um die Konfrontation von Gegensätzen. Deshalb Kühlregale mit Käseprodukten und Regalfächer voller Konfitüregläser in einem temporären «Theater-Supermarkt».

Von dpa

Wiesbaden (dpa) - Kühlregale mit Käseprodukten, Regalfächer voller Gläser mit Konfitüre - doch ein normaler Supermarkt ist das hier nicht. Für die Zeit der «Wiesbaden Biennale», die am Donnerstagabend offiziell begann, können Besucher im Foyer des Staatstheaters in Hessens Landeshauptstadt einkaufen.

«So macht es gleich noch mehr Spaß, ins Theater zu gehen», sagt ein Kunde. Viele bleiben stehen und zücken erst einmal ihr Smartphone für das neobarocke Ambiente.

Den Kuratoren des Kunstfestivals, Maria Magdalena Ludewig und Martin Hammer, geht es um eine Konfrontation der Gegensätze. Nicht zuletzt deshalb wurde auch eine Rampe gebaut, damit Autos auf der Bühne des prunkvollen Theatergebäudes parken können.

Erklärtes Herzstück des Festivals unter dem Motto «Bad News» mit rund 25 internationalen Künstlern ist aber die City-Passage, ein seit Jahren leerstehendes Einkaufszentrum in der Innenstadt von Wiesbaden.

Das Festival dauert bis 2. September.



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