Studie
Jeder vierte Student stark gestresst

Berlin/Münster -

Die Erstis sind gerade angekommen und mit Schwung und Zuversicht in ihre Studienzeit gestartet - doch ihre Stimmung könnte schnell umschlagen. Einer Studie zufolge fühlt sich jeder vierte Studierende in Deutschland stark gestresst. Fast gleich hoch ist der Anteil derjenigen, die von Erschöpfung berichten.

Mittwoch, 10.10.2018, 09:13 Uhr aktualisiert: 10.10.2018, 10:54 Uhr
Studenten in einer Vorlesung an der Universität Leipzig.
Studenten in einer Vorlesung an der Universität Leipzig. Foto: Jan Woitas

Das sind erste Ergebnisse der «Studie zur Gesundheit Studierender in Deutschland», die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Die Untersuchung ist eine Kooperation des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), der FU Berlin und der Techniker Krankenkasse (TK). Sie sollte am Mittwoch, dem Internationalen Tag der seelischen Gesundheit, online veröffentlicht werden.

Frauen häufiger betroffen

Insbesondere bei Studentinnen ist die psychische Belastung den Angaben zufolge hoch: Jede Fünfte habe Symptome einer generalisierten Angststörung aufgewiesen - die Frauen berichteten von häufiger Nervosität, Ängstlichkeit oder Anspannung sowie einem Mangel an Kontrolle über die eigenen Sorgen. Jede sechste Studentin zeigte Anzeichen eines depressiven Syndroms, habe sich also oft niedergeschlagen, schwermütig oder hoffnungslos gefühlt und Interesse und Freude verloren.

Studienstart: Orientierungswoche der Erstsemester

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  • In der Orientierungswoche vor dem Studienstart geht es bunt zu: Die Biologie-Gruppe „Eisbär“ versucht die Studienanfänger mit einem Leezen-Parcours auf die Fahrradstadt Münster vorzubreiten.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Beer Pong vor der Überwasserkirche: „Erstis“ lernen die Stadt und ihre Kommilitonen kennen. Das geht meist feuchtfröhlich zu.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Bei der offiziellen Begrüßung in der Unisporthalle am Horstmarer Landweg am Donnerstag gibt es für die Studienanfänger gleich mal eine Runde Tai-Chi zur Auflockerung.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Die jungen Leute machen beim Programm des Hochschulsports mehr oder weniger enthusiastisch mit.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Damian Ketteler studiert an der Musikhochschule und präsentierte sein Studienfach mit einem selbst geschriebenen Song – der wohl meist goutierte Vortrag des Tages.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Aufmerksam lauschen die Erstsemester-Studenten den Ausführungen...

    Foto: Pjer Biederstädt
  • ...von Prof. Regina Juck, Prorektorin für Studium und Lehre.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • In der Stadt ging es am Dienstag spaßig zu. In der O-Woche gibt es traditionell auch Alkohol zu trinken.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Allerdings haben sich Uni und Fachschaften darauf geeinigt, dass es bei Bier bleibt. Hochprozentiges ist tabu.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt

Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen seien etwa Orientierungslosigkeit und Überforderung durch den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, aber auch Prüfungsdruck und Zukunftsängste, erklärte einer der Studienleiter, Burkhard Gusy. Für die Studie waren im Sommer 2017 knapp 6200 Studierende online zu ihrer Gesundheit und ihrem Gesundheitsverhalten befragt worden. Laut TK gibt es damit erstmals bundesweite Daten zur gesundheitlichen Situation Studierender in Deutschland.

 

 

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