Schwere Kopfverletzungen
Säureanschlag auf Energie-Manager: Ermittlungen dauern an

Brutaler Anschlag beim Joggen: Unbekannte übergießen den Ex-Finanzchef von Innogy mit konzentrierter Säure. Die Täter sind noch immer nicht gefasst. Kommen sie aus dem beruflichen Umfeld?

Mittwoch, 03.03.2021, 11:24 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 11:26 Uhr
Bernhard Günther, damaliger Finanzvorstand von Innogy, auf der Hauptversammlung von Thyssenkrupp im Jahr 2020.
Bernhard Günther, damaliger Finanzvorstand von Innogy, auf der Hauptversammlung von Thyssenkrupp im Jahr 2020. Foto: Rolf Vennenbernd

Wuppertal (dpa) - Drei Jahre nach dem Säureanschlag auf Energiemanager Bernhard Günther dauern die Ermittlungen an. Das hat eine Sprecherin der Wuppertaler Staatsanwaltschaft auf dpa-Anfrage mitgeteilt.

Zwei Unbekannte hatten Günther am 4. März 2018 nach dem Joggen in der Nähe seines Wohnhauses in Haan bei Düsseldorf überfallen und mit hochkonzentrierter Säure übergossen.

Günther erlitt schwere Kopfverletzungen. Die Täter sind bis heute nicht ermittelt worden. Zwar war im Oktober 2019 ein Verdächtiger festgenommen worden, er kam aber nach etwa vier Wochen wieder frei, unter anderem, weil ein DNA-Test ihn entlastet hatte.

Günther war zur Tatzeit Finanzchef der später von Eon übernommenen RWE-Tochter Innogy. Inzwischen hat er das Unternehmen verlassen. Innogy hatte eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt. In einem Interview hatte sich Günther überzeugt gezeigt, dass das Motiv hinter der Tat im «beruflichen Umfeld» liege.

Wenige Tage nach dem Überfall auf Günther war bekannt geworden, dass die RWE-Tochter Innogy zerschlagen und Teile vom Konkurrenten Eon übernommen werden sollten. Die Übernahmeofferte von Eon habe seine Rückkehr ins Arbeitsleben beschleunigt, hatte Günther gesagt.

© dpa-infocom, dpa:210303-99-665130/2

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7847439?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686136%2F2686186%2F
Nachrichten-Ticker