Nach über einem Jahr
Verdi und Eurowings erzielen Durchbruch im Tarifstreit

Berlin/Köln (dpa) - Die Lufthansa-Tochter Eurowings und die Gewerkschaft Verdi haben in den Tarifverhandlungen für die rund 1000 Kabinenbeschäftigten der Fluggesellschaft einen Durchbruch erzielt.

Montag, 04.03.2019, 14:51 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 14:54 Uhr
Im Zuge des Tarifstreits hatte Verdi im November das Kabinenpersonal in Düsseldorf zu einem Warnstreik aufgerufen. Zahlreiche Flüge fielen damals aus.
Im Zuge des Tarifstreits hatte Verdi im November das Kabinenpersonal in Düsseldorf zu einem Warnstreik aufgerufen. Zahlreiche Flüge fielen damals aus. Foto: Marcel Kusch

Nach mehr als einjährigen Verhandlungen verständigten sich beide Seiten auf ein Gesamtpaket, das neben einer Gehaltserhöhung verbesserte Einsatzbedingungen für das Kabinenpersonal sowie die Einführung einer Ergebnisbeteiligung und einer betrieblichen Altersvorsorge umfasst, wie die Gewerkschaft mitteilte. Auch Eurowings bestätigte auf Anfrage die Einigung, wollte sich aber zu Details zunächst nicht äußern.

Perfekt ist der Tarifabschluss allerdings noch nicht. In den kommenden Wochen will Verdi die Gewerkschaftsmitglieder über den erzielten Kompromiss abstimmen lassen. Es könne noch bis zum 22. März dauern, bis die endgültige Entscheidung vorliege, hieß es. Im Zuge des Tarifstreits hatte Verdi im November das Kabinenpersonal in Düsseldorf zu einem Warnstreik aufgerufen. Zahlreiche Flüge fielen damals aus.

Die nun erzielte Einigung sieht unter anderem vor, dass die Gehälter des Kabinenpersonals im April für die Laufzeit von neun Monaten um zwei Prozent erhöht werden. Zusätzlich werde der Arbeitgeber monatlich vier Prozent des Gehalts in eine neue Altersversorgung einzahlen.

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