Deutsche Bank-Studie
Im hohen Alter wird mehr gespart

Frankfurt/Main (dpa) - Im hohen Alter fangen die Deutschen wieder an zu sparen. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Deutschen Bank hervor. Das mit rund 80 Prozent am häufigsten genannte Motiv der Sparer sei, ihren Erben etwas zu hinterlassen.

Dienstag, 05.03.2019, 12:06 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 12:10 Uhr
Die durchschnittliche Sparquote ist in Deutschland mit rund 10 Prozent des verfügbaren Einkommens nach wie vor deutlich höher als in den meisten anderen europäischen Ländern.
Die durchschnittliche Sparquote ist in Deutschland mit rund 10 Prozent des verfügbaren Einkommens nach wie vor deutlich höher als in den meisten anderen europäischen Ländern. Foto: Daniel Karmann

Rund die Hälfte der älteren Menschen wollte ihre Ersparnisse lieber an ihre Nachkommen weitergeben, als sie selbst zu verbrauchen, wird aus einer Allensbach-Umfrage zitiert. Dazu komme die Sorge, noch im hohen Alter in eine Notlage geraten zu können.

Die durchschnittliche Sparquote ist in Deutschland mit rund 10 Prozent des verfügbaren Einkommens nach wie vor deutlich höher als in den meisten anderen europäischen Ländern, schreiben die Autoren unter Verweis auf Zahlen der OECD.

Am wenigsten sparen die Deutschen unmittelbar nach Renteneintritt, weil sie zu dieser Zeit wahrscheinlich ihren Lebensstil fortführten und mehr Zeit für zusätzliche und kostspielige Aktivitäten hätten. Diese würden dann im weiteren Alter ab etwa 75 Jahren zurückgefahren.

Auch andere finanzielle Verpflichtungen wie die Rückzahlung von Immobilienkrediten gingen in der Regel zurück. Hingegen müssten ältere Menschen mehr Geld für ihre Gesundheit ausgeben. Auch verschenkten Ältere bereits zu Lebzeiten größere Teile ihres Vermögens.

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