Imageschaden befürchtet
Experte: Autobauer sollten auf Monster-SUV verzichten

Sie sind riesig und verbrauchen viel Kraftstoff: So genannte Monster-SUV gibt es zunehmend auch auf deutschen Straßen. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer empfiehlt, diese in Deutschland generell nicht zum Verkauf anzubieten.

Dienstag, 23.07.2019, 10:19 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 12:10 Uhr
Ferdinand Dudenhöffer empfiehlt deutschen Autobauern, aus Imagegründen auf besonders große Geländewagen zu verzichten.
Ferdinand Dudenhöffer empfiehlt deutschen Autobauern, aus Imagegründen auf besonders große Geländewagen zu verzichten. Foto: Karlheinz Schindler

Duisburg/Frankfurt (dpa) - Die Autobauer sollten nach Meinung des Experten Ferdinand Dudenhöffer auf dem deutschen Markt auf besonders große Geländewagen verzichten.

Das Segment der zunehmend unpopulären «SUV-Monster» sei in den vergangenen Jahren zwar gewachsen, gefährde aber zunehmend das Marken-Image, schreibt der Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen in einer Analyse. «In Deutschland könnte es Sinn machen, diese Modelle nicht anzubieten. Es wäre eine Möglichkeit, um mehr Glaubwürdigkeit in der Klimadebatte zu erzielen.» Die kleineren SUV-Modelle verbrauchten hingegen kaum mehr als andere Autos.

Dudenhöffer regte alternativ bei den ganz großen Wagen einen Verzicht auf Dieselvarianten an, die in den USA ohnehin kaum Abnehmer fänden, hierzulande aber häufig geordert würden. Ein Verzicht auf Dieselmotoren würde einerseits Entwicklungskosten sparen und andererseits die soziale Akzeptanz der Premiumhersteller steigern, erklärte der Experte.

Nach Auswertung der Zulassungsstatistiken waren SUV/Geländewagen im ersten Halbjahr mit einem Anteil von 31,4 Prozent das dominierende Segment auf dem deutschen Automarkt. Nur kleine, aber wachsende Anteile rechnet das Institut der Monster-Kategorie zu: So waren 3,9 Prozent der SUV länger als 4,90 Meter, darunter die gängigen Audi Q7/Q8, BMW X5/X7, Porsche Cayenne und Mercedes-Benz GLE Coupé/GLS.

Breiter als 1,99 Meter waren 16 Modelle mit einem Segmentanteil von 2 Prozent. Nach Auffassung Dudenhöffers ist das eine Nische, für die man nicht die Marke gefährden solle.

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