Börse in Frankfurt
Dax erholt sich leicht von geopolitischen Spannungen

Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben die jüngsten geopolitischen Spannungen ein Stück weit verdaut. Der Dax knüpfte am Dienstag an seine Erholung an, die am Vortag begonnen hatte.

Dienstag, 07.01.2020, 18:08 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 18:12 Uhr
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Zum Handelsschluss stand ein Plus von 0,76 Prozent auf 13.226,83 Punkte zu Buche. Der MDax, in dem die Aktien der mittelgroßen deutschen Unternehmen vertreten sind, rückte um 0,33 Prozent auf 28.287,08 Punkte vor. Wegen des zugespitzten Konflikts zwischen den USA und dem Iran war der Dax zu Wochenbeginn noch auf ein Vierwochentief gefallen. Im Zuge der Marktberuhigung legten auch die Ölpreise als Profiteur des Konflikts zwischen dem Iran und den USA am Dienstag nicht mehr weiter zu.

Nachdem die Aktien der Fluggesellschaft Lufthansa an den vergangenen beiden Handelstagen aus Sorge vor steigenden Treibstoffkosten auf den tiefsten Stand seit Oktober gedrückt worden waren, erholten sie sich am Dienstag um 0,16 Prozent. Favorit im Dax waren die Anteilscheine des Chipherstellers Infineon, die an den vergangenen Tagen ebenfalls schwer vom Iran-Konflikt und damit einhergehenden Konjunktursorgen getroffen worden waren. Sie stiegen nun um rund 5 Prozent. Händler verwiesen als Stimmungstreiber auf einen positiv aufgenommenen Geschäftsausblick des US-Branchenkollegen Microchip.

Im MDax belastete eine Abstufung von Delivery Hero die Papiere des Essenslieferdienstes. Sie büßten mehr als 2 Prozent ein.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 0,18 Prozent auf 3759,25 Punkte vor. Die Börsen in Paris und London traten nahezu auf der Stelle. In den USA gab der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss leicht nach.

Der Kurs des Euro fiel und notierte zuletzt bei 1,1135 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1172 (Montag: 1,1194) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8951 (0,8933) Euro.

Nachdem Bundesanleihen zuletzt wegen ihres sicheren Charakters gefragt waren, galt dies am Dienstag nicht mehr. Die Umlaufrendite stieg entsprechend von minus 0,30 Prozent am Vortag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 144,10 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,05 Prozent auf 172,08 Punkte nach.

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