Vorgezogene Gespräche
Metall-Tarifverhandlungen in NRW begonnen

Düsseldorf (dpa) - In die Metall-Tarifverhandlungen kommt schnell Bewegung. In Düsseldorf haben sich Arbeitgeber und IG Metall bereits am Mittwoch zu ersten vorgezogenen Tarifverhandlungen für die rund 700 000 Beschäftigen der Branche in Nordrhein-Westfalen getroffen.

Mittwoch, 05.02.2020, 14:24 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 14:26 Uhr
Stahlarbeiter am Hochofen 8 bei ThyssenKrupp in Duisburg: Die IG Metall verzichtet vorläufig auf eine konkrete Lohnforderung für rund vier Millionen Beschäftigte.
Stahlarbeiter am Hochofen 8 bei ThyssenKrupp in Duisburg: Die IG Metall verzichtet vorläufig auf eine konkrete Lohnforderung für rund vier Millionen Beschäftigte. Foto: Roland Weihrauch

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Metall NRW, Arndt Kirchhoff, betonte, das Vorziehen der Gespräche zeige das Bemühen beider Seiten, angesichts der schlechten Konjunktur und der großen Herausforderungen des Strukturwandels möglichst schnell tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Der IG Metall-Bundesvorstand hatte erst am Dienstag den regionalen Gliederungen grünes Licht gegeben, mit den Arbeitgebern sehr schnell sogenannte Zukunftspakete zu sondieren. Gemeint sind damit Regelungen zur Gestaltung des digitalen und ökologischen Wandels in Kernindustrien wie Auto und Maschinenbau. Auf konkrete Lohnforderungen für die rund vier Millionen Beschäftigen der Branche hatte die Gewerkschaft dabei vorläufig verzichtet.

Der Verhandlungsführer der IG Metall in NRW, Knut Giesler, betonte, im Mittelpunkt der Gespräche stünden für die Gewerkschaft in diesem Jahr die Beschäftigungssicherung und ein tarifpolitischer Gestaltungsrahmen, der in den Betrieben helfe, die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen. Die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen sollen am 12. und 19. Februar fortgesetzt werden.

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