Plus von 20 Prozent
Mehr Strafverfahren wegen Schwarzarbeit in Baubranche

Der Zoll und die Finanzbehörden verzeichnen mehr Fälle von Schwarzarbeit etwa auf Baustellen. Eine andere wichtige Kennziffer sinkt jedoch.

Sonntag, 08.03.2020, 08:29 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 08:32 Uhr
Gerüstbauer bei der Arbeit.
Gerüstbauer bei der Arbeit. Foto: Christian Charisius

Berlin (dpa) - Die Behörden haben einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung in der Baubranche aufgedeckt.

Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen des Bundesfinanzministeriums berichteten, stieg die Anzahl der Strafverfahren wegen dieser Vergehen im Jahr 2019 auf 10.654 Fälle - ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rückläufig sei hingegen die Summe des entstandenen Schadens aufgrund hinterzogener Steuern und nicht gezahlter Sozialabgaben gewesen. Diese habe 2019 mit 364 Millionen Euro 4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Dem Bericht zufolge waren vergangenes Jahr 13.855 Arbeitgeber kontrolliert worden - 670 mehr als 2018.

Für die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung ist eine Sonderheit beim Zoll zuständig, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Mitte vergangenen Jahres hatten Bundestag und Bundesrat beschlossen, dass sie mehr Personal und Befugnisse bekommt. Der Zoll untersteht dem Bundesfinanzministerium.

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