Nach Corona-Einbruch
Industrie in Frankreich und Italien erholt sich

Nach einem Absturz zu Beginn der Corona-Pandemie ist die Produktion in der französischen und italienischen Industrie im Mai wieder kräftig gestiegen. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt jedoch, wie schwer die Krise ist.

Freitag, 10.07.2020, 10:38 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 10:40 Uhr
Arbeiter stehen mit Mundschutz in einer Toyota-Fabrik im französischen Onnaing.
Arbeiter stehen mit Mundschutz in einer Toyota-Fabrik im französischen Onnaing. Foto: Michel Spingler

Paris/Rom (dpa) - In Frankreich und Italien hat sich die Produktion in der Industrie kräftig vom Einbruch in der Corona-Krise erholt. Im Mai sei die Fertigung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Monatsvergleich um 19,6 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das französische Statistikamt mit.

Die italienischen Industrieunternehmen meldeten gegenüber dem April sogar einen Anstieg der Gesamtproduktion um 42,1 Prozent. Volkswirte hatten im Fall Frankreichs zwar mit einer deutlichen Besserung gerechnet, waren aber im Schnitt nur von einem Plus von 15,4 Prozent ausgegangen. Im März und April war die Industrieproduktion dort wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch stark gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte sich jedoch auch im Mai weiter das Ausmaß des konjunkturellen Einbruchs. In dieser Betrachtung fiel die Produktion um 23,4 Prozent.

Auch in Italien wurde die Markterwartung von durchschnittlich 24 Prozent Steigerung im Mai klar übertroffen. Im Jahresvergleich machte sich die Corona-Krise aber immer noch stark bemerkbar: Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel das Herstellungsvolumen um 20,3 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:200710-99-741577/3

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