Betrugsmasche
Phishing: Betrüger nutzen Coronavirus

Münsterland -

Die Corona-Pandemie zieht auch Verbrecher an. So versuchen Betrüger vermehrt, unter dem Vorwand des Virus Phishing-Mails zu verschicken und wichtige Daten und Informationen abzugreifen.

Donnerstag, 19.03.2020, 16:11 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 16:13 Uhr
Betrugsmasche: Phishing: Betrüger nutzen Coronavirus
Achtung Phishing! Betrüger versuchen zurzeit die Corona-Pandemie für ihre Zwecke zu nutzen. Foto: Screenshot/Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale hat vermehrt Versuche von Betrügern registriert, bei denen Daten und wichtige Informationen abgegriffen werden sollen.

Sparkasse betroffen

Die Masche: Es werden angebliche Mails von Firmen, zum Beispiel der Sparkasse, verschickt, in denen es heißt, es sei aufgrund der Corona-Pandemie und zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter geschlossen. Deshalb könne der Kontakt nur noch per Mail und Telefon stattfinden. Dabei wird dann versucht, die Kunden auf fremde Internet-Links zu locken oder persönliche Daten abzufragen. Diese werden dann zu kriminellen Zwecken genutzt werden.

Die Verbraucherzentrale warnt vor derartigen Betrugsversuchen, die sich in der aktuellen Krisenzeit deutlich häufen. Es werden Tipps gegeben, wie man Phishing-Mails erkennt:

  1. Sind Sie Kunde bei der genannten Bank oder dem Unternehmen? Wenn nicht, ist es ein ziemlich eindeutiger Hinweis auf Betrug!
  2. Der Absender der E-Mail nutzt keine Internet-Adresse der Firma, die in der Nachricht als Absender genannt wird. Zwar lässt sich leicht fälschen, was als Absender angezeigt wird. Aber Sie können im so genannten Header prüfen, von wem die E-Mail tatsächlich stammt.
  3. Die Anrede ist oft unpersönlich: Wie im Beispiel beginnt sie nicht mit Ihrem Namen, sondern mit "Sehr geehrte Kundinnen und Kunden" oder ähnlich. Allerdings gibt es auch zahlreiche Beispiele, in denen Sie von Betrügern mit Ihrem richtigen Namen angesprochen werden. Deshalb sollten Sie auch bei richtiger persönlicher Anrede noch misstrauisch sein!
  4. Enthaltene Links führen auf eine gefälschte Internetseite. Prüfen Sie vor dem Anklicken unbedingt das Linkziel! Am Desktop-PC halten Sie dazu den Mauszeiger auf den Link ohne diesen anzuklicken und bekommen dann direkt am Mauszeiger oder am unteren Rand Ihres E-Mail-Programms das Linkziel angezeigt. An einem Smartphone oder Tablet halten Sie den Finger etwas länger auf den Link und sollten dann das Ziel angezeigt bekommen. Lesen Sie die Internetadresse genau! Manchmal verändern die Betrüger nur Kleinigkeiten, sodass statt www.sparkasse.de zum Beispiel www.sparkassse.de mit drei "s" erscheint. Am besten klicken Sie keinen Link in einer E-Mail an, sondern öffnen die Ihnen bekannte echte Seite Ihrer Bank in einem Browser.
  5. Leiten Sie verdächtige E-Mails weiter an phishing@verbraucherzentrale.nrw und verschieben Sie sie anschließend in den Spam-Ordner oder Papierkorb Ihres E-Mail-Programms.

Weitere Informationen zu den Betrugsversuchen und wie man sich als Nutzer schützen kann, gibt es auf der  Internetseite der Verbraucherzentrale .

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