Masken und Schutzanzüge
Wie sich die Polizei im Kreis bei ihren Einsätzen vor dem Coronavirus schützt

Kreis Steinfurt -

Die Meldung, dass Polizisten am vergangenen Wochenende bei der Auflösung einer sogenannten „Corona-Party“ in Greven von einem vermeintlich unter Quarantäne stehenden Mann angehustet und bespuckt worden sind, sorgte nicht nur in der Emsstadt für Entsetzen. 

Donnerstag, 26.03.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 17:00 Uhr
Masken und Schutzanzüge: Wie sich die Polizei im Kreis bei ihren Einsätzen vor dem Coronavirus schützt
Ausgerüstet für alle Einsatzlagen ist die Kreispolizei Steinfurt. Auch Atemmasken wie auf diesem Foto gehören zu den Corona-Schutzsets. Foto: dpa

Und ließ Fragen laut werden, wie es eigentlich um den Schutz der Polizistinnen und Polizisten im Kreis Steinfurt vor einer Ansteckung bestellt ist.

„Wir sind schon sehr stark um den Schutz unsere Gesundheit bedacht“, sagt Johannes Tiltmann von der Pressestelle der Kreispolizei. Es würden jetzt bei potenziell heiklen Einsätzen besondere Vorkehrungen getroffen, die sich speziell in der Schutzausrüstung niederschlagen würden. Tiltmann: „Bei solchen Einsätzen legen wir unsere Schutzkleidung an.“ 

Und die ist mittlerweile recht umfangreich. So verfügt die Kreispolizei Steinfurt über Schutzsets, die unter anderem aus Einmal-Schutzanzügen, Schutzbrillen, Atemschutzmasken und Einmal-Gummihandschuhen bestehen. Für besondere Einsätze gibt es weitere Sondersets. „Da sind wir insgesamt schon recht gut ausgerüstet“, sagt Tiltmann. 

Verständnis und Einsicht

Derart auf- und ausgerüstet müssen die Polizeistreifen zwar nicht in jedem einzelnen Fall unterwegs sein, aber, so Tiltmann weiter, „wenn wir Maßnahmen durchsetzen müssen, die unser Gegenüber nicht akzeptieren will, dann müssen wir uns bestmöglich schützen.“ Das bedeutet: Wenn es unangenehm werden könnte, gilt es mit Schutzausrüstungen vorzusorgen. 

Wenn während eines solchen schwierigeren Einsatzes eine Person im Polizeiwagen mitgenommen werden muss, wird das Einsatzfahrzeug anschließend aufwendig desinfiziert. „Dann fällt der Wagen schon mal für einige Stunden aus“, sagt Johannes Tiltmann. 

Allerdings komme das aktuell äußerst selten vor. „Meistens lassen sich Konflikte mit Gesprächen lösen“, berichtet Tiltmann. Die Menschen seien in diesen Zeiten in aller Regel sehr verständnisvoll und einsichtig, lobt er. Auch wenn sich die Situation weiter zuspitzen sollte, gelte für die Kreispolizei: „Wir bleiben voll und ganz handlungsfähig und werden das, was von den Verantwortlichen zum Schutz der Bevölkerung entschieden wird, entsprechend durchsetzen.“

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