Aktionkreis Pater Beda bittet um Spenden
Regierung lässt die Ärmsten der Armen in der Krise im Stich

Gronau/Kloster Bardel -

Auch in Brasilien sind die Menschen aufgefordert, wegen der Corona-Pandemie zu Hause zu bleiben. Doch für die zahlreichen armen Menschen in diesem Land kommt diese Aufforderung einer existenziellen Bedrohung gleich. Ihnen will der Aktionskreis Pater Beda nun mit Lebensmittelpaketen helfen.

Mittwoch, 01.04.2020, 09:00 Uhr
Der Aktionskreis Pater Beda sorgt mit Spenden dafür, dass die Ärmsten der Armen in Brasilien während der Corona-Krise mit Lebensmittelpaketen versorgt werden können.
Der Aktionskreis Pater Beda sorgt mit Spenden dafür, dass die Ärmsten der Armen in Brasilien während der Corona-Krise mit Lebensmittelpaketen versorgt werden können. Foto: Aktionskreis Pater Beda

Die Mitarbeiter des Aktionskreises Pater Beda sind erschüttert über die Nachrichten, die sie in diesen Tagen von Partnern und Freunden aus Brasilien erhalten. Covid-19 erreicht Brasilien – mit gravierenden Folgen.

„Unsere Partnerinstitutionen folgen den Empfehlungen der WHO. Sie schließen für die nächsten drei Wochen. Auch die Schulen und Kindergärten schließen“, so Udo Lohoff, Geschäftsführer des Aktionskreises. Er blickt sorgenvoll nach Südamerika: „Für die bedürftigen Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern ist das ein riesiges Problem. Für die Kinder fehlt die Betreuung. Die Schulspeisung entfällt. Die Not der Eltern, Geld zu verdienen wird größer.“

„#Stayathome“, so Lohoff, sei eine Forderung, die in Brasilien nur für Reiche funktioniere. Lohoff: Wir vom Aktionskreis Pater Beda unterstützen die Forderung. Aber gleichzeitig sehen wir, dass Millionen Brasilianer und Brasilianerinnen dieser Forderung einfach nicht Folge leisten können. „Millionen Menschen arbeiten ohne festen Arbeitsvertrag, erhalten nur einen minimalen Lohn und können es sich nicht leisten, zu Hause zu bleiben. Nicht arbeiten, das bedeutet für sie kein Essen, kein Wasser, kein Strom. Keine Rechnung kann bezahlt werden. Das alles wartet nicht, bis der Virus vorbei ist. Die Regierung lässt die Ärmsten der Armen während der Corona-Pandemie im Stich.“

Lebensmittelpakete für Arme

Deshalb ist der Aktionskreis derzeit „auf allen Kanälen“ bemüht, an Sonderspenden zu kommen, damit die Partner in Brasilien unterstützt werden können. Unter anderem geht es darum, Lebensmittelpakete an Arme verteilen zu können.

Lohoff in einer Pressemitteilung weiter: „Wenn die Kinder nicht in die Institutionen gehen können, dann kommen die Institutionen eben zu ihnen. Wir sammeln deshalb Spenden für die „Cesta Basica“ (Lebensmittelpakete mit den Grundnahrungsmitteln). Diese werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Partnerinstitutionen des Aktionskreises Pater Beda dann zu den Familien bringen, um die Familien zu unterstützen.“

Jedes dieser Pakete kostet umgerechnet rund 30 Euro. Die ersten Pakete wurden schon verteilt, berichtet Lohoff. „Wir stehen mit den Projektleitungen in ständiger Verbindung und haben jetzt als Soforthilfe vorab 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Wir hoffen auf Ihrer aller Mithilfe in diesen besonderen Zeiten.“

Spendenkonto des Aktionskreises Pater Beda: DKM – Darlehenskasse Münster, IBAN: DE51400602650022444200; BIC: GENODEM1DKM

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