St.-Franziskus-Hospital
Weltweit auf der Suche nach Schutzbekleidung

Ahlen -

Bis Ende April reichen die Schutzbekleidungen im Ahlener St.-Franziskus-Hospital. Und dann? Die Suche läuft weltweit...

Dienstag, 07.04.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 09:22 Uhr
St.-Franziskus-Hospital Ahlen
St.-Franziskus-Hospital Ahlen Foto: Ulrich Gösmann

Schutzmaterialien wie Anzüge oder Masken sind weltweit ein knappes Gut – das bekommt auch das Ahlener St.-Franziskus-Hospital derzeit wiederholt zu spüren.

„Wir beziehen unsere Schutzanzüge, Masken und Desinfektionsmittel über das Medical Order Center (MOC) in Ahlen“, erklärt dazu die Sprecherin des Krankenhauses, Anne-Kathrin Hoffmann-Quittek. Das MOC habe die schwierige Beschaffungssituation auf dem Weltmarkt schon sehr frühzeitig kommuniziert, könne aber derzeit alle Einrichtungen der St.-Franziskus-Stiftung versorgen. „Der April ist gesichert“, versichert die Sprecherin weiter. Mund-Nasen-Schutz seien jeweils für mindestens vier Wochen im Voraus vorhanden.

Der Bedarf und Verbrauch an Schutzausrüstung, die unter normalen Umständen nicht getragen werde, sei natürlich durch das Selbstschutzbedürfnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Fürsorgepflicht seitens des Krankenhauses im Vergleich zu früherer Zeit deutlich angestiegen. „Dieser Anstieg trägt nicht unwesentlich zu den Engpässen bei“, heißt es weiter.

Derzeit erhalte das Krankenhaus viele Alternativ-Angebote von Maskenherstellern. Diese, so die Sprecherin, würden an den Partner MOC weitergeleitet, damit dort die Qualität und das Material geprüft werden könne.

Die Angebote alternativer Lieferanten medizinischer Schutzausrüstung zu prüfen, sei sehr zeitintensiv, weil sich auf dem Markt auch viele unseriöse Anbieter tummelten, was sowohl den Preis als auch die Qualität angehe. Zum einen werde teilweise Vorkasse verlangt und nicht immer werde dann auch geliefert. Es gebe auch Hersteller, die Masken mit gefälschten Zertifikaten lieferten, die nicht den medizinischen Qualität-Standards standhielten.

Das Medical Order Center arbeite mit Hochdruck an der Sicherstellung der fortlaufenden Lieferungen für die Zeit danach. Dafür sei es mit 60 bis 70 Lieferanten im ständigen Gespräch.

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