Justiz
Gericht: Weiter keine Kontakte beim Hallensport

Münster (dpa/lnw) - Mannschaftssportler, die in der Corona-Krise besonders von Einschränkungen betroffen sind, müssen damit vorerst weiter leben. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch entschieden. 

Mittwoch, 10.06.2020, 16:36 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 17:09 Uhr
Justiz: Gericht: Weiter keine Kontakte beim Hallensport
Auch Handballer sind von den Einschränkungen während der Corona-Krise betroffen. Foto: René Penno

Laut einem Eilbeschluss ist die Coronaschutzverordnung des Landes rechtens. Der Antragsteller aus Düsseldorf hatte kritisiert, dass seine Kinder in mehreren Sportvereinen ihren Mannschaftssport nicht mehr ausüben können. Er verwies auf Profis in der Fußball-Bundesliga und bemängelte eine Ungleichbehandlung des Breitensports (Az.: 13 B 617/20.NE).

Diese Sicht teilen die OVG-Richter nicht. Grund des Verbots von Kontakten im Sport- und Trainingsbetrieb sei die erhöhte Infektionsgefahr. Da bei intensiverer Atmung vermehrt potenziell virushaltige Tröpfchen in die Luft abgegeben werden, sei es vertretbar, dass der «nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb grundsätzlich nur im Freien und für Gruppen von regelmäßig maximal zehn Personen zulässig ist», heißt es in der Begründung. Sonderregelungen im Profibereich seien zulässig, weil dort eine Infrastruktur mit medizinischer Betreuung vorhanden sei. Mit den vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzkonzepten sei, im Gegensatz zum Breitensport, das Infektionsrisiko hier besser einzugrenzen. Die Entscheidung des OVG ist nicht anfechtbar.

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