Kommentar
Export: Verlässlichkeit zählt

Der Export ist Deutschlands Stärke. Doch in der Corona-Krise ist alles anders: Ausfuhren und Einfuhren schwächeln. Jetzt geht es für den deutschen Export wieder etwas aufwärts. Und dennoch: Deutschland muss umdenken. Ein Kommentar.

Donnerstag, 09.07.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 14:47 Uhr
Im Hamburger Hafen ist die Exportflaute spürbar.
Im Hamburger Hafen ist die Exportflaute spürbar. Foto: Axel Heimken

Die leichte Export­erholung im April ändert nichts daran: Deutschland muss umdenken. Die Abhängigkeit der Industrie von den Aus-, aber auch von den Einfuhren ist zu groß. In der Corona-Pandemie wird deutlich, dass unberechenbare Länder wie China und aktuell auch die USA zu viel Einfluss auf die Lieferketten der Industrie haben.

Zwar sind die EU-Partner Deutschlands bedeutendste Handelspartner. Aber deren wirtschaftliche Kräfte sind begrenzt – das zeigt nicht nur die Virus-Krise. Mit Blick auf mehr Verlässlichkeit, aber auch mehr Nachhaltigkeit muss nun reagiert werden: Globalisierung darf nicht länger einzig selig machende Zielrichtung der Wirtschaftspolitik sein. Das heißt, nicht der Trumpschen Abschottungspolitik das Wort zu reden, sondern beim Ein- und Verkauf auch immer mögliche Störungen der Handelsflüsse zu bedenken.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7487122?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2841802%2F7330709%2F
Nachrichten-Ticker