Kein Durchkommen
Massive Probleme bei Impf-Terminvergabe in NRW

Düsseldorf/Münster -

Am Montagmorgen (25.1.) hat die Terminvergabe für die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen begonnen. Dabei kommt es zu massiven Problemen. Homepage und Telefonleitungen waren überlastet.

Montag, 25.01.2021, 19:15 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 19:20 Uhr
Kein Durchkommen: Massive Probleme bei Impf-Terminvergabe in NRW
Wer es am Montagmorgen schaffte, bis auf die Homepage für die Terminvergabe für die Impfzentren durchzudringen und sogar eine Schnellprüfung seines Impf-Anspruches zu machen, blieb danach oft an einer Fehlermeldung hängen. Foto: Screenshot

Ab dem 8. Februar (Montag) soll auch in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen gegen das Coronavirus geimpft werden. Zunächst dürfen nur Personen aus der Impfgruppe eins - also hauptsächlich Personen, die über 80 Jahre alt sind -  auf einen Termin hoffen. Ab Montagmorgen (25.1.) gegen 8 Uhr sollte die Terminvergabe über die Homepage www.116117.de oder über eine eigens eingerichtete Hotline möglich sein. 

Doch schon vor dem Start der Terminvergabe waren die Internet-Server überlastet. Die Homepage war für viele Nutzer nicht erreichbar. Wer bis zur Verifizierung durchkam, scheiterte danach oft an diversen Fehlermeldungen.

Am Vormittag ab cirka 10.30 Uhr wurde dann die Meldung "Zurzeit sind alle Termine ausgebucht" angezeigt.

Telefonleitungen überlastet

Auch telefonisch ging am Montagmorgen nichts. Die Leitungen waren überlastet, die meisten Nutzer schafften es nicht einmal in die Warteschleife. 

Eine Ministeriumssprecherin warb um Verständnis: „Wir haben es mit rund einer Million Impfberechtigten zu tun, die aktuell Termine für eine Schutzimpfung vereinbaren können.“ Bei einem so großen Vorhaben könne es trotz intensiver Vorbereitungen und Abstimmungen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen „auch mal ruckeln“. Bis 17 Uhr seien in NRW für gut 122 000 Menschen ab 80 Jahren Termine für Erst- und Zweitimpfung vergeben worden.

Zahl der Impfungen in NRW

Bei den ab dem 8. Februar in den Impfzentren geplanten 560 000 Impfungen in acht Wochen  -  im Münsterland 6370 Impfdosen pro Woche  - handelt es sich laut nordrhein-westfälischem Gesundheitsministerium um Erstimpfungen. Drei Wochen nach dem Start begännen dann weitere 560 000 Zweitimpfungen, berichtete am Montag ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. In allen Fällen werde der Biontech-Impfstoff eingesetzt. 

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Bitte um Geduld

Die Kassenärztlichen Vereinigungen arbeiteten derzeit mit Hochdruck daran, diese Engpässe zu beseitigen. „Deshalb bitten wir alle, die von diesen Engpässen betroffen sind, herzlich um ein wenig Geduld.“ Es gingen keine Impftermine verloren. Jeder, der geimpft werden möchte, werde drankommen, „wenn auch nicht sofort“.

„Es muss auch nicht jeder heute anrufen, es reicht auch noch morgen oder übermorgen“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Die Termine lägen dann im Februar - „so weit der Impfstoff dann vorhanden ist“. Während der CDU-Ministerpräsident von einem „gelungenen Impfstart“ sprach, war bei der Opposition die Rede von „ Impfchaos“ und „Vollkatastrophe“.

Gut die Hälfte der Termine wurde im rheinischen Teil Nordrhein-Westfalens vereinbart. Nach einer Auswertung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein wurden dort 72 Prozent der Termine online gebucht, die übrigen 28 Prozent telefonisch über das Call-Center. „Insgesamt wurde über 36 Millionen Mal heute auf unsere Online-Terminvergabe zugegriffen“, erklärte ein Sprecher der KV Nordrhein.

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