Lockdown-Lockerungen
Laschet deutet Kurswechsel bei Corona-Bekämpfung an

Berlin (dpa) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat vor der Bund-Länder-Konferenz an diesem Mittwoch einen Kurswechsel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie angedeutet.

Mittwoch, 03.03.2021, 10:25 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 12:29 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

«Nicht leichtfertig werden, weiter die Regeln einhalten, aber nicht alles pauschal schließen. Das ist der Wechsel, den wir heute machen», sagte der CDU-Vorsitzende am Mittwoch im ARD-«Morgenmagazin». «Das wird heute ein bedeutender Schritt sein, weil wir nicht nur auf den totalen Lockdown setzen, sondern weil wir neue Mittel hinzunehmen.» Dazu gehörten Tests, Impfungen und digitale Lösungen, um «in bestimmten Bereichen auch wieder Grundrechte in Kraft zu setzen».

Tests sollen ausgeweitet werden

Laschet kündigte an, dass Tests in Schulen, Kitas und Unternehmen ausgeweitet werden. «Jeder einzelne Test ist eine Information mehr, um das Dunkelfeld aufzuhellen.» Noch wichtiger seien Impfungen. «Hier brauchen wir viel mehr Tempo, sowohl mit Biontech als auch mit Astrazeneca.» Zudem sei bislang zu wenig über digitale Lösungen gesprochen worden - beispielsweise über Apps, mit denen in Restaurants eingecheckt werden kann und im Falle einer Ansteckung Infektionsketten nachverfolgt werden könnten.

Mehr Personal für Gesundheitsämter

Mit mehr Personal und besseren digitalen Möglichkeiten könnten zudem die Gesundheitsämter Infektionsketten auch bei höheren Sieben-Tage-Inzidenzwerten als 50 nachvollziehen, sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef. «Dann ist auch die Botschaft: Wir sind vorsichtig. Aber wir können öffnen und zurückkehren zum verantworteten Leben.»

© dpa-infocom, dpa:210303-99-666881/2

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