Gesundheit
Laschet verteidigt «Brücken-Lockdown»

Schwelm (dpa/lnw) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat seinen heftig umstrittenen Vorstoß für einen «Brücken-Lockdown» verteidigt. «Alle sollten sich jetzt noch einmal schnell, hart und klar zusammenraufen», sagte der CDU-Parteichef am Mittwoch beim Besuch eines Drive-In-Impfzentrums in Schwelm im Ennepe-Ruhr-Kreis. Sein Vorschlag für einen «Brücken-Lockdown» im Kampf gegen die dritte Corona-Welle liege auf dem Tisch. Dafür habe er viel Ablehnung vor allem aus der SPD erfahren, bedauerte Laschet und fragte: «Was sind denn eure Ideen?»

Mittwoch, 07.04.2021, 12:04 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 12:12 Uhr
Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, besucht ein Testzentrum.
Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, besucht ein Testzentrum. Foto: David Young

«Es ist die entscheidende Phase der Pandemie», betonte der CDU-Politiker. Es brauche innovative Ideen wie die temporäre Drive-In-Idee in Schwelm zur Beschleunigung der Immunisierung. Auch die neuen Impf-Möglichkeiten in den Hausarztpraxen «helfen uns sehr». Aber: Nötig sei «auch Vorsicht auf den letzten Metern, die wir zu gehen haben». Daher plädiere er für einen «Brücken-Lockdown». Damit will Laschet die Zeit überbrücken, bis viele Menschen geimpft seien. Der Vorstoß hatte ihm Kritik und Spott eingebracht.

Auf Fragen von Journalisten, warum das Land bei der Notbremse in Regionen mit einer hohen Wocheninzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner nicht konsequenter sei, sagte Laschet: «Die Notbremse gilt.» Allerdings setze man darauf, im Verbund mit Corona-Tests auch Theaterbesuche oder Einkaufen im Modus «Click and Meet» möglich zu machen.

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