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Westlotto
WestLotto setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung

Ab sofort wird WestLotto bis auf Weiteres die Werbung bei Facebook und Instagram einstellen. Damit schließt sich Deutschlands größter Lotterieveranstalter dem internationalen Werbeboykott gegen das Unternehmen Facebook an, auf deren sozialen Netzwerken zunehmend Fake-News, Hass- und Diskriminierungskampagnen stattfinden.

Donnerstag, 16.07.2020, 03:12 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 13:38 Uhr
Westlotto: WestLotto setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung
WestLotto schließt sich als Zeichen gegen Diskriminierung dem internationalen Werbeboykott gegen das Unternehmen Facebook an. Auf deren sozialen Netzwerken finden zunehmend Fake-News, Hass- und Diskriminierungskampagnen statt. Foto: Getty Images

Mehr als 100 große Unternehmen und bekannte Marken weltweit sind es bereits, die dem Boykott-Aufruf gefolgt sind. Anlass waren unter anderem der Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten Ende Mai und eine darauffolgende Flut rassistischer Hassposts auf den Portalen des Facebook-Konzerns. Schon seit längerem wird Facebook vorgeworfen, dass das Unternehmen zu wenig unternehme, um Hasskommentaren, Beleidigungen und rassistischen Äußerungen Einhalt zu gebieten. Dieses Verhalten stütze die Spaltung der Gesellschaft. Stattdessen schiele, so der Vorwurf, das Unternehmen nur auf mehr Umsatz und Reichweiten bei seinen Nutzern.

WestLotto will nicht in einem Umfeld von Inhalten werben, die hasserfüllt, verunglimpfend oder diskriminierend sind und erwartet mehr Verantwortlichkeit und mehr Transparenz von dem Social-Media-Partner Facebook.

„Wir wollen deutlich machen, dass wir als verantwortungsvolles Unternehmen Intoleranz, Diskriminierung oder Rassismus entschlossen verurteilen“, erklärt Geschäftsführer Andreas Kötter. WestLotto ist durch das Lotto-Prinzip* integraler Bestandteil des Gemeinwohls in Nordrhein-Westfalen und engagiert sich täglich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. „Demokratie und Solidarität sind wichtige Bausteine unserer Gesellschaft. Ausgrenzung und Hass dürfen bei uns keinen Raum einnehmen,“ betont Lotto-Chef Andreas Kötter. Für WestLotto als staatlichen Anbieter ist ein funktionierendes Gemeinwohl von zentraler Bedeutung. Mit Sorge verfolgt Deutschlands größter Lotterieveranstalter jedoch seit geraumer Zeit die Ausbreitung von Hass- und Diskriminierungskampagnen. „Darum sehen wir uns als staatlicher Anbieter in der Verpflichtung, auf die Situation hinzuweisen und unterstützen den Werbeboykott auf Facebook und Instagram“, ergänzt Kötter.

*Von jedem eingesetzten Euro fließen rund 40 Cent an das Land NRW und werden zu großen Teilen an gemeinnützige Organisationen aus den Bereichen Sport, Wohlfahrt, Denkmal- und Naturschutz sowie Kunst und Kultur verteilt. Jedes Jahr kommen so etwa 630 Millionen Euro dem Gemeinwohl in NRW zugute.

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