2. Liga
HSV erobert Tabellenführung - Kiel patzt gegen Osnabrück

Der Norden gibt in der 2. Liga weiterhin den Ton an. Tabellenführer Kiel ist zwar gestürzt, dafür ist der Hamburger SV wieder obenauf. Der HSV feiert gegen Regensburg den vierten Sieg in Serie.

Sonntag, 03.01.2021, 16:09 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 17:20 Uhr
Der Hamburger SV hat mit dem Sieg gegen Regensburg die Tabellenführung übernommen.
Der Hamburger SV hat mit dem Sieg gegen Regensburg die Tabellenführung übernommen. Foto: Christian Charisius

Düsseldorf (dpa) - Jubel in Hamburg, Frust in Kiel: Mit dem vierten Sieg in Serie hat der HSV die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga übernommen. Die Hanseaten kamen gegen Jahn Regensburg zu einem 3:1 (2:1) und zogen am bisherigen Spitzenreiter Holstein Kiel vorbei.

Die Kieler Störche unterlagen dem VfL Osnabrück mit 1:2 (0:2). Greuther Fürth verteidigte seinen dritten Platz durch einen 2:1 (2:0)-Erfolg gegen den mittlerweile seit elf Spielen sieglosen FC St. Pauli vor dem Tabellenvierten VfL Bochum. Als Tabellenfünfter kann Fortuna Düsseldorf am Montagabend (20.30 Uhr) mit einem Erfolg gegen den SC Paderborn mit Bochum gleichziehen.

Beim HSV, der auf die verletzten Klaus Gjasula und Jan Gyamerah verzichten musste, lief es von Beginn an nur in eine Richtung. Bereits in der 21. Minute gelang David Kinsombi die 1:0-Führung, allerdings nutzten die Gäste ihre erste Chance durch Max Besuschkow zum Ausgleich (33.). Torjäger Simon Terodde schaffte mit seinem 15. Saisontreffer das 2:1 (39.), Bakery Jatta das 3:1 (62.).

«Das ist schon schön, von oben zu gucken. Aber wir haben noch einen harten Weg vor uns», sagte HSV-Abwehrspieler Toni Leistner, der für Terodde ein besonderes Lob hatte. «Er puscht das Team, reißt uns mit. Wer 15 Tore schießt, zeigt, welchen Wert er für die Mannschaft hat», sagte Leistner dem TV-Sender Sky.

Keine Mühe hatten die starken Fürther beim Sieg gegen Abstiegskandidat St. Pauli. Bereits nach einer halben Stunde war die Partie nach den Treffern von Julian Green (24./Strafstoß) und Havard Nielsen (27.) fast schon entschieden. Keine gute Figur hatte Gäste-Torhüter Svend Brodersen dabei abgegeben. Der Anschlusstreffer durch Leon Flach kam zu spät (82.).

Kalt erwischt wurden die zuvor acht Spiele unbesiegten Kieler beim 1:2 (0:2) gegen den VfL Osnabrück, der bereits in der vergangenen Saison beide Spiele gegen die Störche gewinnen konnte. Niklas Schmidt (27.) und Sebastian Kerk (42.) erzielten die Treffer für die Gäste, Ahmet Arslan traf zu spät für die Gastgeber. Einen wichtigen Sieg schaffte Hannover 96 und konnte damit den Abstand zur Abstiegszone vergrößern. Beim 4:0-Erfolg gegen den SV Sandhausen trafen Marvin Ducksch und Patrick Twumasi jeweils doppelt. Erzgebirge Aue kam nach 0:1-Rückstand zu einem 3:1-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig.

Auch der VfL Bochum bleibt im Aufstiegsrennen dabei. «Es hat mich gefreut, dass die Mannschaft sich von dem doch späten Gegentor nicht aus der Bahn werfen lässt. Da ist schon etwas zusammengewachsen», sagte Trainer Thomas Reis nach dem vierten Heimsieg in Serie. Milos Pantovic erzielte den 2:1-Siegtreffer gegen den SV Darmstadt 98 nach 0:1-Rückstand. «Wir haben probiert, das Ding zu drehen und haben es dann mit Glück geschafft», sagte der Siegtorschütze.

Nach fünf Niederlagen am Stück stecken die Würzburger Kickers im Tabellenkeller fest. Bereits vor der mit 2:4 verlorenen Partie gegen den Karlsruher SC hatte es einen weiteren Corona-Fall im Team gegeben. Kurios: Die sechs Treffer erzielten allesamt KSC-Spieler, Marvin Wanitzek traf gleich auf beiden Seiten. Benjamin Goller (12.), Wanitzek (28./44.) und Jerome Gondorf (48.) erzielten die Tore für die Karlsruher, Wanitzek und Christoph Kobald sorgten mit ihren Eigentoren jeweils für die Treffer der Würzburger.

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