Fr., 21.08.2015

Fußball: 3. Liga Papa Heitmeier voll einsatzbereit für die Preußen

Marc Heitmeier lässt sich in der Abwehr nicht aus der Ruhe bringen – auch bei der Geburt seines zweiten Sohnes blieb der 30-Jährige souverän.

Marc Heitmeier lässt sich in der Abwehr nicht aus der Ruhe bringen – auch bei der Geburt seines zweiten Sohnes blieb der 30-Jährige souverän. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Gutes Timing ist eine der Grundqualitäten eines Innenverteidigers. Im Optimalfall beherrscht auch eine Spielerfrau diese Kunst. Laura Heitmeier brachte am frühen Donnerstagmorgen Söhnchen Levi zur Welt. Vater Marc kann unbelastet zum Auswärtsspiel nach Erfurt waren. Wenn das kein perfektes Timing ist.

Von Ansgar Griebel

Marc Heitmeier stand beim Abschlusstraining am Donnerstag seinen Mann vor dem Tor, als sei nichts gewesen. „Ich hatte nur ein bisschen wenig Schlaf“, gab der Innenverteidiger des SC Preußen bereitwillig zu. Angemerkt hat man dem 30-Jährigen die schlaflose Nacht nicht – auch nicht, dass da ein frisch gebackener Papa vor dem Preußen-Tor stand. Um 3.48 Uhr am frühen Donnerstagmorgen brachte Gattin Laura Söhnchen Levi gesund und munter zur Welt – passend zum Trainingsplan des Vaters, der am Tag vor der Abfahrt nach Erfurt befreit und entspannt aufspielen konnte. „So ganz überraschend kam das jetzt nicht. Ich hatte neun Monate Zeit, mich darauf vorzubereiten.“

Erfurt-Trip gesichert

Dem Trip in den Osten an diesem Freitag (Abfahrt 8.30 Uhr) steht nichts mehr im Wege – ein Rückruf ist nicht zu befürchten. „Ich wäre in jedem Fall gefahren, hätte mir die Möglichkeit offengehalten mit einem Privat-Pkw vorzeitig zurückzufahren. Aber so ist es mir natürlich lieber.“ Während die kleine Familie mit Mama, Baby und dem Erstgeborenen Mailo (20 Monate) daheimbleibt, kann Heitmeier ungestört seinem Job nachgehen.

Auch Trainer Ralf Loose begrüßt das perfekte Timing – auf seinen zentralen Abwehrspieler hätte der Coach nur ungerne verzichtet, wie übrigens auf alle, die am vergangenen Wochenende beim 0:0 gegen die Würzburger Kickers auf dem Feld standen. „Das war eine ordentliche Vorstellung“, so das Spielzeugnis, das, wie es scheint, die Versetzung der kompletten Startformation für den nächsten Spieltag bedeuten dürfte. Innenverteidiger Chris Philipps, der nach seiner Rotsperre zurückkehrt in den Kader, wird voraussichtlich Bank-Praxis sammeln müssen.

Schwache Chancenausbeute

Einzig die Chancenverwertung hat Loose zuletzt nicht so recht behagt, zumal die offensive Ausrichtung der Defensive Zusatzschichten bescheren kann. „Darum müssen die Chancen besser genutzt werden“, lautet die klare Anweisung an die Abteilung Attacke, die auch in Erfurt wieder mit Rogier Krohne, Abdenour Amachaibou, Mehmet Kara und Marcus Piossek solide besetzt sein wird. „Und Elie Laprevotte und Amaury Bischoff sind auch eher offensiv ausgerichtet.“ Alles kein Problem, solange hinten der Pappa ante Portas mit perfektem Timing alles abräumt, was sich dem Preußen-Tor nähert. Nach dem Spiel darf dann auf den jüngsten Spross der Preußen-Familie angestoßen werden. „Ich werde mir etwas einfallen lassen. Was, weiß ich noch nicht.“ Freuen würde sich der junge Vater allemal über drei Punkte als kleines Präsent.



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