So., 23.08.2015

Fußball: Westfalenliga Weinfurtner findet beim 2:0 kein Haar

Einen Schritt zu spät kommt hier Jan Elpermann (r.) gegen Simon Fentroß. Der Preuße, der zum 1:0 traf, hatte aber beim 2:0 das bessere Ende auf seiner Seite.

Einen Schritt zu spät kommt hier Jan Elpermann (r.) gegen Simon Fentroß. Der Preuße, der zum 1:0 traf, hatte aber beim 2:0 das bessere Ende auf seiner Seite. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Preußen Münster II hat seinen ersten Sieg der Saison eingefahren. Nachdem der Westfalenligist in der Vorwoche mit 1:2 beim Delbrücker SC verlor und die Partie nach vier Platzverweisen zu siebt beendet hatte, gewann das Team von Sören Weinfurtner am Sonntag gegen Aufsteiger Spexard mit 2:0.

Von Thomas Austermann

Vier gesperrte Fußballer bereits im zweiten Auftritt zu ersetzen, musste die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster im Westfalenligaspiel gegen den Gütersloher Aufsteiger SV Spexard . Sören Weinfurtners ausgesprochen junge Truppe legte im Heimspiel größte Disziplin an den Tag und lieferte beim 2:0 (1:0) auch das höhere Pensum ab.

Am Ende schrieb sich der stets bestens mitspielende Torwart Stephan Tantow , zuvor nach Rückpässen immer wieder in den Aufbau einbezogen, die letzte Vorlage gut. Sein Abschlag aus der Hand flog weit und trefflich auf Leon Tia . Der gerade eingewechselte Ex-Gievenbecker setzte sich stark durch und traf zum 2:0 in der Schlussminute.

Elpermann im Nachschuss

Das Tor hätte die Preußen auch früher haben können, aber nach dem 1:0 (12.) durch den Handelfmeter-Nachschuss von Jan Elpermann, der zuerst an Niklas Drücker gescheitert war, dauerte es halt. Im 4-1-4-1-Format mit dem emsigen Yasin Altun als Sechser lief der Ball bei dem um Tempo bemühten Adlerträgern nur phasenweise wie am Schnürchen. Gunnar Weber, der einen Freistoß am die Latte pfefferte (30.), hatte als einzige Spitze etliche Offensive in seinem Rücken. Ein Lennart Stoll sorgte oft für schnelle Weiterleitung der Attacken. Ab Minute 30 ließ der SCP den „Spechten“ zu viel Platz vor dem eigenen 16-Meterraum, aber gefährliche Abschlüsse produzierten die Gäste nicht.

Nach dem Wechsel verloren einige Preußen frei vor dem Kasten die Abschlusszuversicht. „Insgesamt haben wir das gut gelöst in dieser Besetzung“, suchte Weinfurter kein Haar in der Suppe. Ihm gefiel die homogene Vorstellung gegen einen unbequemen Gegner. „Wir haben vor dem Spiel klar angesprochen, wie wir uns hier verhalten müssen“, sah der Trainer gerne, wie seine Jungs Fouls, Theatralik und Gemotze den Ostwestfalen überließen.

Taverna hinter der Bank

Trainer und Ex-Preuße Giovanni Taverna (42) erlebte die letzten Minuten hinter der Bank, mit Gelb-Rot war Simon Fentroß (80.) schon außen vor. Auch das Mitwirken des wieder gesunden Lukas Krause (30), der als Leader agieren sollte, brachte keine Struktur in das Spexard-Spiel. Deren Attacken gegen den Körper unterband Spielleiter David Henning zu spät. Aber davon ließen sich diese Preußen nicht aus der Reserve locken, sondern feierten den ersten Dreier.

Preußen II: Tantow – Voß, Wiesweg, Rensing, Danabas – Altun – Grütering, Stoll (80. Mladenovic), Elpermann (87. Tia), Müller – Weber (72. Erdogan).



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