Fußball: 3. Liga
Preußen nach Derby gegen Stuttgarter Kickers zurück im Alltag

Münster -

Das Derby in Osnabrück (2:2) hat der SC Preußen weitgehend abgehakt. Am Samstag sind die Stuttgarter Kickers an der Hammer Straße zu Gast. Es ist der Auftakt einer ganzen Reihe von Spielen gegen hoch eingeschätzte Mannschaften.

Freitag, 25.09.2015, 16:55 Uhr aktualisiert: 25.09.2015, 19:53 Uhr
Elie Laprevotte ist in guter Form und hofft mit den Preußen auf einen Sieg gegen die Stuttgarter Kickers. Das Motto: den Gegner aus dem Stadion fegen, die Bude sauberhalten und drei Punkte zusammenkehren.
Elie Laprevotte ist in guter Form und hofft mit den Preußen auf einen Sieg gegen die Stuttgarter Kickers. Das Motto: den Gegner aus dem Stadion fegen, die Bude sauber halten und drei Punkte zusammenkehren. Foto: Jürgen Peperhowe/Karikatur: Heinrich Schwarze-Blanke

Am späten Mittwochabend erlebte die Preußen-Mannschaft noch eine angenehme Überraschung. Als sie nach dem aufwühlenden 2:2 beim VfL Osnabrück am eigenen Stadion am Berg Fidel ankam, warteten etwa 100 Anhänger laut applaudierend auf den Bus. Gäste-Fans waren zuvor im Derby nicht zugelassen. Ein Statement in Richtung der stark aufspielenden Truppe wollten sie trotzdem abgeben.

 

 

Kommentar

Zum Kommentar von unserem Sportredakteur Alexander Heflik geht es hier.

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„Richtig harte Nuss“

„Ich finde es gut, wenn sie sich etwas einfallen lassen“, sagte Trainer Ralf Loose , der auch am Samstag (14 Uhr) gegen die Stuttgarter Kickers auf den Schulterschluss setzt. „Unterstützung benötigen wir garantiert, auch wenn es mal nicht so läuft. Denn auf uns wartet eine richtig harte Nuss. Eines der schwersten Spiele der Saison.“ Die Schwaben gehören durchaus zu den Mitfavoriten in der 3. Liga und liegen drei Punkte hinter dem SCP als Siebter noch in der Spitzengruppe. „Zwar haben die Stuttgarter Besar Halimi verloren, sich aber ansonsten glänzend ergänzt. Sie sind eingespielt und haben eine ähnliche Spielanlage wie wir“, so Münsters Coach. Sein Credo: „Es geht um Laufarbeit und Kampfgeist.“

Am Ende der englischen Woche kommt zwangsläufig das Thema Rotation auf, doch Loose erweckt – auch weil er keine Angeschlagenen mit zurück von der Bremer Brücke brachte – nicht den Eindruck, als wolle er nach 13 Zählern aus fünf Partien umstellen. „Unsere Jungs sollten in der Verfassung sein, drei Spiele in acht Tagen zu bestreiten. In dieser Liga sind alle Mannschaften gut trainiert. Natürlich geht es auch um Willensstärke, aber vor allem darum, die Übersicht zu bewahren.“

Noch nicht gefestigt

Der Tabellenzweite wirkt zwar als Team mittlerweile sehr homogen, als gefestigt stuft der 52-Jährige das Kollektiv aber noch nicht ein. „Das kann sich ja auch schnell drehen. Was stimmt, ist, dass wir uns immer besser verstehen. Auch die Pärchenbildung in der Mitte oder außen funktioniert.“

Taktische Kniffe streute Loose zuletzt immer wieder ein. Etwa in Osnabrück , wo Benjamin Schwarz angesichts der schnellen VfL-Stürmer als Abfangjäger vor der Abwehr begann und Amaury Bischoff kurzzeitig nach links rückte. Mit dem frühen Rückstand war dieser Plan jedoch wieder verworfen „Es ist wichtig, dass wir uns auf den Gegner einstellen. Wir müssen uns immer was einfallen lassen, zumal unsere Offensiven natürlich nicht defensiv denken.“ Zuletzt gelang das meist gut.

 SCP: Lomb - Kopplin, Pischorn, Heitmeier, Müller - Bischoff - Laprevotte, Schwarz - Hoffmann, Reichwein, Kara►

► Der Osnabrücker Tom Christian Merkens, der am Mittwoch Bischoff zu Boden gestoßen hatte, hat sich inzwischen bei seinem Widersacher entschuldigt.►

► Der SCP ist vom DFB zu einer weiteren Stellungnahme aufgefordert worden, weil sich eine Handvoll Preußen-Fans trotz Verbots unter die Zuschauer auf der Haupttribüne der Osnatel-Arena gemischt hatte.

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