Fußball: 3. Liga
Preußen kassieren beim 0:3 in Magdeburg erste Auswärtsniederlage

Magdeburg -

Am 16. Spieltag der 3. Liga unterlag der SC Preußen Münster bei Aufsteiger 1. FC Magdeburg mit 0:3 (0:2). Christian Beck, Lars Fuchs und Ex-Preuße Marius Sowislo trafen zum am Ende verdienten Erfolg. Die Preußen hatten aus ihrer Überlegenheit der ersten 30 Minuten kein Kapital schlagen können. Dennoch konnte vor der Länderspielpause der zweite Rang in der Liga konserviert werden.

Samstag, 07.11.2015, 16:27 Uhr aktualisiert: 07.11.2015, 17:37 Uhr
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  • Müller klärt vor Christian Beck.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schwarz gegen Sowislo

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  • Reichwein gegen Christopher Handke

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  • Kara

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  • Bischoff und Schwarz gegen Tarek Chahed

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  • Krohne

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  • Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck und Ralf Loose

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  • Schöneberg, Kara und Özkara

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  • Wiebe, Lomb, Heitmeier

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  • Ralf Loose

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  • Ralf Loose

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  • Bischoff gegen Beck

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  • Kopplin gegen Tarek Chahed

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  • Özkara gegen Nicolas Hebisch

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  • Heitmeier

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  • Bischoff

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  • Wiebe, Lomb Heitmeier

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  • Georg Krimphove und Niklas Lomb

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  • Heitmeier gegen Steffen Puttkammer

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  • 3:0 durch Sowislo gegen Lomb

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  • Fans Magdeburg

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  • Heitmeier, Wiebe und Kara

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  • Fans Magdeburg

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  • Jens Härtel

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Magdeburg . Früh erblüht, schnell verwelkt – der SC Preußen Münster hat das Auswärtsspiel bei Aufsteiger 1. FC Magdeburg mit 0:3 (0:2) verloren. Vor fast 17000 Zuschauern im Hexenkessel des FCM trafen für die Hausherren Christian Beck (10.), Lars Fuchs (45.) und Marius Sowislo (82.) zum am Ende völlig verdienten Sieg. Zehn Partien war Münster zuletzt ungeschlagen, auswärts hatte das Team von Trainer Ralf Loose in dieser Saison noch nicht verloren, das ist jetzt Geschichte. „Eine halbe Stunde lang war das ein richtig gutes Spiel von uns, wir hatten riesige Chancen“, befand Trainer Ralf Loose. Und: „Wenn man das nicht nutzt und so wie wir in der zweiten Halbzeit mit mehr Offensivkräften agiert, dann hat man den Sieg nicht verdient.“

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Die Preußen starteten in der bewährten Formation, und sie spielten trotz des frühen 0:1-Rückstandes gut 25 Minuten wie eine Spitzenelf. Danilo Wiebe (1. und 4.) sowie Marcel Reichwein (13. und 18.) hatten beste Chancen zu Treffern. Doch die Gastgeber trafen aus abseitsverdächtiger Position durch Torjäger Christian Beck (10.). Marc Heitmeier stellte den Torschützen im direkten Zweikampf ins Abseits, doch Marco Pischorn ein paar Meter weiter hob das wohl wieder auf. Ausgerechnet Ex-Preuße Marius Sowislo hatte die Vorarbeit geliefert.

Mitte der ersten Halbzeit verlor der SCP den Schwung, und Magdeburg gewann an Sicherheit. Für die Gastgeber hatte Ryan Malone (23.) noch eine Möglichkeit, doch dann beherrschten die Defensivblöcke das Geschehen. Bis zur Nachspielzeit am Ende der ersten Halbzeit: Da spielte Mehmet Kara im Mittelfeld zum wiederholten Mal einen Fehlpass, Magdeburg rückte auf mit Christian Beck, der wurde noch geblockt, doch dann trieb Lars Fuchs mit dem erneuten Ballgewinn seinen Schabernack mit nahezu der kompletten Viererkette der Preußen. Und er traf zum 2:0. „Das war psychologisch zum schlechtesten Zeitpunkt für uns“, befand Trainer Loose.

Die Preußen gegen den 1. FC Magdeburg in der Einzelkritik

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  • Mehmet Kara: Er versuchte sich immer wieder an der zündenden Idee, wagte viele Dribblings. Kurz vor der Pause aber mit mehreren Ballverlusten, einer führte zum 0:2. Im zweiten Durchgang ohne Durchschlagskraft. Note: 4,5

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  • Philipp Hoffmann: Kam richtig gut rein und machte über rechts viel Alarm und setzte seine Kollegen mustergültig ein. Nach 20 Minuten tauchte er allerdings für lange Zeit ab oder vertändelte einige Bälle. Später hatte er den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Note: 3,5

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  • Benjamin Schwarz: Musste kräftig einstecken. Sein großes Laufpensum war selten von Erfolg gekrönt. Entscheidende Offensivaktionen fehlten. Note: 3,5

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  • Amaury Bischoff: Leitete einige Angriffe mit Übersicht in der Startphase ein, die entscheidenden Impulse blieben aber aus. Ließ sich zu oft leicht überlaufen bei FCM-Kontern. Note: 4

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  • Danilo Wiebe: Zwei Großchancen in den Anfangsminuten. In vielen Zweikämpfen unterlegen, da fehlen ihm noch Körper und Erfahrung. Läuferisch aber sehr ordentlich. Note: 4

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  • Stephane Tritz: Kam für Kopplin, diesmal also hinten rechts. Vor dem Sowislo-Treffer hob er das Abseits auf. Note: -

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  • Marc Heitmeier: Ließ Beck vor beiden Gegentreffern gewähren, später auch Sowislo beim 0:3. Seine Kollegen hoben aber auch dabei zweimal das Abseits auf. Im Aufbau mit vereinzelten Schwächen. Note: 4

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  • Marco Pischorn: Hob das Abseits vor dem 0:1 auf, auch beim 0:2 beteiligt. Seine offensiven Kopfbälle waren diesmal ohne Präzision. Note: 4

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  • Björn Kopplin: Kämpferisch vorbildlich, aber keineswegs fehlerlos, etwa vor dem 0:2. Stark gefordert auf der rechten Seite. Vergab nach dem Seitenwechsel eine gute Szene. Note: 3,5

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  • Rogier Krohne: Knapp 20 Minuten durfte der Niederländer anstelle von Reichwein ran, hatte aber keine Strafraumszenen. Note: -

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  • Felix Müller: Gefährliche Vorstöße in der Anfangsphase, bereitete diverse Chancen vor. Immer um Druck über links bemüht. Beim 0:2 sah er gegen Lars Fuchs alt aus. Ohne Fortune in einigen Zweikämpfen. Note: 3

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  • Cihan Özkara: Kam vergleichsweise früh für Wiebe, der SCP danach im 4-2-3-1. Einige Male tauchte er im Strafraum auf, wie so oft aber ohne Glück. Note: -

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  • Marcel Reichwein: Diesmal bekam der Stürmer seine Anspiele, konnte aber keines davon verwerten. Einige Pfiffe (Foul, Abseits) gegen sich. Trat nach der Pause kaum mehr in Erscheinung. Note: 4,5

    Foto: Jürgen Peperhowe

Nach dem Wechsel waren die Dinge geklärt, weil dem SCP nicht mehr viel einfiel. Keine einzige Qualitätschance brachte der SCP zustande. Magdeburg wurde mit jeder Minute sicherer, der SCP immer ratloser. Nach einem Lattentreffer von Manuel Farrona Pulido und mehreren guten Konterchancen war es dem Ex-Preußen Marius Sowislo vorbehalten, den Endstand herzustellen. Sowislo verzichtete auf Torjubel, obwohl seine Zeit bei den Preußen nach der Saison 2008/09 beendet war. Ein guter Typ.

„Dieses Spiel dürfen wir nie verlieren, das ist ein Fußballskandal“, sagte Kapitän Bischoff, und er meinte das Auslassen der vielen guten Chancen zu Spielbeginn, auf keinen Fall die Leistung von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (Freiburg). „Das Spiel verlieren wir, weil wir unsere Chancen vorne nicht nutzen. Natürlich war das eine beeindruckende Kulisse in Magdeburg, aber das war nicht der Grund für das 0:3“, befand Tormann Niklas Lomb. Die Selbstkritik der Preußen war da, man hatte einfach zu wenig aus der Überlegenheit der Anfangsphase gemacht. „Bei den ersten beiden Gegentoren müssen wir uns an die eigene Nase fassen, es ist unser Anspruch da besser zu verteidigen“, haderte Rechtsverteidiger Björn Kopplin mit einer wenig resoluten Abwehrleistung der Preußen.

Mit dem nichtöffentlichen Testspiel am Dienstag gegen den SV Rödinghausen in der Bundeswehr-Sportschule sowie am Donnerstag im eigenen Stadion um 15 Uhr gegen Zweitligist VfL Bochum wollen die Preußen die zweite Saisonniederlage verdauen.

FCM: Glinker - Puttkammer - Handke, Malone (24. Chahed) - Butzen, Brandt, Sowislo, Altiparmak - Fuchs (67. Löhmannsröhden), Beck (78. Hebisch), Farrona Pulido

SCP: Lomb - Kopplin (71. Tritz), Pischorn, Heitmeier, Müller - Wiebe (63. Özkara), Bischoff, Schwarz - Hoffmann, Reichwein (71. Krohne), Kara

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)Tore: 1:0 Beck (10.), 2:0 Fuchs (45.+1), 3:0 Sowislo (81.)

Zuschauer: 16616

Gelb: Puttkammer

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