Fußball: 3. Liga
Preußen überzeugen beim 0:0 im Test gegen Zweitligist Bochum

Münster -

Tore Fehlanzeige – aber die Leistung stimmte. Fußball-Drittligist SC Preußen Münster hat sich beim 0:0 im Test gegen den Zweitliga-Sechsten aus Bochum von seiner besseren Seite gezeigt. Besser als zuletzt in Magdeburg (0:3) und mit seiner ersten Auswahl auch viel besser als am Dienstag mit der zweiten Garde gegen Regionalligist SV Rödinghausen (1:2).

Donnerstag, 12.11.2015, 18:16 Uhr aktualisiert: 12.11.2015, 21:03 Uhr
In Lauerstellung: Preußens Spielmacher Amaury Bischoff scheint abwarten zu wollen, was Bochums Arvydas Novikovas (rechts) mit dem Leder anstellt.
In Lauerstellung: Preußens Spielmacher Amaury Bischoff scheint abwarten zu wollen, was Bochums Arvydas Novikovas (rechts) mit dem Leder anstellt. Foto: Jürgen Peperhowe

Fünf Tage nach dem bisher gegentorreichsten Spiel der Saison (0:3 in Magdeburg ) hat die A-Elf des SC Preußen wieder ihr wahres Gesicht gezeigt und im Test zu Hause gegen den VfL Bochum ein 0:0 erkämpft. „Diesmal hat es hinten wieder sehr gut gepasst“, sagte Abwehrchef Marc Heitmeier nach dem Abpfiff einer Partie, in der die Münsteraner sogar leichte optische Vorteile hatten.

Er und seine Kollegen waren vor allem läuferisch und kämpferisch auf der Höhe und stellten damit Trainer Ralf Loose zufrieden. „Ich glaube, wir haben einen guten Auftritt gezeigt, waren hinten stabil und hätten die Partie auch gut und gerne für uns entscheiden können.“

Anders als am Dienstag beim 1:2 gegen den SV Rödinghausen in Warendorf vertraute der Coach diesmal seiner Stammformation. Mit dabei auch Elie Laprevotte, dessen Liga-Sperre abgelaufen ist. „Es war für meinen Rhythmus wichtig, nach drei Wochen Pause wieder dabei zu sein“, sagte der Franzose. Er dürfte also in Wiesbaden in acht Tagen den Vorzug vor Danilo Wiebe erhalten. Dieser Termin könnte für Björn Kopplin (Muskelfaserriss) eng werden, wie er selbst am Donnerstag anmerkte. Stephane Tritz verteidigte für ihn gegen die vor der Pause nicht in Bestbesetzung angetretenen Bochumer hinten rechts, zog sich allerdings selbst kurz vor der Pause bei einem Tritt unterhalb der Kniekehle eine Verletzung zu und musste raus. Im Clemens-Hospital wurde er umgehend untersucht. Mit Kevin Schöneberg hat sich immerhin der dritte Rechtsverteidiger wieder herangekämpft und kam für ihn ins Spiel.

Preußen Münster - VfL Bochum

1/7
  • Bischoff gegen Piotr Cwielong

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Müller gegen Arvydas Novikovas

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Peniel Mlapa gegen Tritz und Bischoff

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bischoff gegen Piotr Cwielong

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jan Simunek gegen Marco Pischorn

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Arvydas Novikovas gegen Bischoff

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Arvydas Novikovas gegen Heitmeier

    Foto: Jürgen Peperhowe

Auf dem Rasen waren die Hausherren vor der Pause die etwas bessere Mannschaft, ihnen gehörte zumindest die Anfangsphase und auch die Minuten vor dem Seitenwechsel. Insgesamt wirkte der SCP etwas aktiver. Die besten Chancen hatten ebenfalls die Preußen. Etwa durch Marcel Reichwein , der nach Ablage von Philipp Hoffmann bei seinem Abschluss aus kurzer Distanz noch in letzter Sekunde gestört wurde (9.). Oder durch Kapitän Amaury Bischoff, den der hervorragende Felix Müller eingesetzt hatte – der abgefälschte Schuss ging aber knapp neben den Kasten (39.).

Aus der Kabine kam dann der VfL mit fünf Wechseln und etwas mehr Power und hatte durch die Neuen auch gefährliche Szenen. Onur Bulut prüfte Münsters Keeper Niklas Lomb (48.), dann musste Marco Pischorn in höchster Not Simon Terodde blocken (54.). Marco Terrazzino scheiterte erst an Lomb (63.) und zog dann aus kurzer Distanz am langen Pfosten vorbei (66.). Aus ähnlich spitzem Winkel nagelte auf der anderen Seite im direkten Gegenzug Reichwein, toll eingesetzt von Mehmet Kara, den Ball an die Latte (66.). Mit dieser Aktion beendete der Drittligist dann auch wieder die gute Phase der Gäste. Laprevotte hätte beinahe noch den Siegtreffer erzielt, doch sein Schuss aus 28 Metern sprang vom Querbalken zurück ins Feld (89.). Doch auch mit dem Remis hatte das Kräftemessen seinen Zweck erfüllt.

SC Preußen: Lomb (79. Schulze Niehues) – Tritz (43. Schöneberg), Pischorn, Heitmeier, Müller – Laprevotte (90. Stoll), Bischoff (90. Schweers), Schwarz (79. Wiebe) – Hoffmann (61. Amachaibou), Reichwein (68. Krohne), Kara (85. Özkara).

VfL Bochum: Riemann – Celozzi (46. Bulut), Simunek, Cacutalua, Wijnaldum (72. Perthel) – Losilla (46. Fabian), Eisfeld – Novikovas (46. Terrazzino), Cwielong (46. Terodde), Mlapa (46. Bastians) – Rafael.

Tore: Fehlanzeige.

Zuschauer: 421.

Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)

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