Fußball: 3. Liga
Philipps und N‘Diaye erleben die Terror-Auswirkungen hautnah

Münster -

Zwei Preußen standen seit dem Terrorakt von Paris am Freitag bereits wieder in großen Stadien auf dem Rasen. Beide berichten von einem Schatten, der derzeit über dem Fußball liegt.

Mittwoch, 18.11.2015, 18:44 Uhr aktualisiert: 18.11.2015, 20:01 Uhr

Rein sportlich war die Länderspiel-Reise für Chris Philipps, den Luxemburger in SCP-Diensten, eigentlich erfolgreich. Dem 1:0 über Griechenland folgte am Dienstag „nur“ 0:2 gegen Portugal (ohne Cristiano Ronaldo) zu Hause. Doch bei seiner Rückkehr nach Münster standen auch für den 21-Jährigen mulmige Gedanken im Zentrum. „Am Freitag saßen wir mit der Mannschaft entsetzt vor dem Fernseher. Der Fußball war auch am Dienstag nicht das Wichtigste.“ Am eigenen Leib bekam der Defensivmann die verschärfte Lage bei der Heimfahrt über Belgien zu spüren. „An den Grenzen wurde mein Auto haargenau durchsucht. Das war beängstigend, aber natürlich notwendig.“

Kein normales Spiel

Auch sein Co-Trainer Babacar N’Diaye erwartet am Samstag in der 3. Liga gegen den SV Wehen Wiesbaden kein normales Spiel. „Wir müssen versuchen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber ganz einfach wird das nicht.“ Er selbst war am Samstag am Abschiedsspiel des Schalkers Gerald Asamoah in Gelsenkirchen beteiligt. „Dort hat man gemerkt, dass die Geschehnisse in Frankreich über allem schwebten. Aber wir sollten uns den Spaß am Sport und an allen anderen Dingen nicht nehmen lassen.“

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