Fußball: 3. Liga
0:0 im Derby gegen Osnabrück ist für Preußen eine gefühlte Niederlage

Münster -

Den Sieg hätte sich Preußen Münster im Derby eigentlich verdient gehabt. Doch es blieb beim 0:0 gegen den VfL Osnabrück. Viele klare Chancen blieben auf der Strecke. Die Hoffnung, noch mal oben anzugreifen, wird immer kleiner. Aufgeben will aber immer noch niemand im SCP-Lager.

Sonntag, 06.03.2016, 19:07 Uhr aktualisiert: 06.03.2016, 20:07 Uhr
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
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Es dürfte kein Trostpflaster für den SC Preußen Münster gewesen sein, dass die Serie im Derby gegen den VfL Osnabrück hielt. Neunmal in Folge hat der Fußball-Drittligist gegen den Nachbarn aus Niedersachsen nicht mehr verloren, doch das 0:0 fühlte sich wie eine Niederlage an. Auch diese Chance, Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen oder zumindest dem Relegationsrang drei wieder herzustellen, misslang vor 10 077 Zuschauern. Nur einer wollte partout nicht einknicken, die Hoffnung aufgeben: Horst Steffen. „Sechs Punkte bis Platz drei, vier Punkte bis Rang vier, da geht noch was. Wir hätten den Sieg verdient gehabt.“ Hätte, hätte, Fahrradkette, die Preußenspieler rackerten wie Pferde, schleppten aber nur ein Pünktchen in die Kabine.

Einzelkritik der Preußen im Derby gegen Osnabrück

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  • Linksverteidiger Stephane Tritz, Note 3, erhielt den Vorzug vor Felix Müller und passte sich dem ordentlichen Niveau in der Verteidigung an, war aber als Rechtsfuß auf der linken Außenbahn bei seinen Vorstößen wirkungslos.

    Foto: Preußen Münster
  • Rechtverteidiger Björn Kopplin, Note 3, defensiv ohne Fehler und zuverlässig wie eh und je, in der Offensive mit seinen Flanken glücklos.

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  • Mittelfeldspieler Amaury Bischoff, Note 4, zeigte ab und an seine Passqualität, konnte aber bei den Standardsituation nicht Gefahr ausstrahlen, verlor vor allem in der zweiten Halbzeit zu viele Zweikämpfe.

    Foto: Preußen Münster
  • Linksaußen Memhet Kara, Note 3, begann auf seiner Lieblingsposition im linken Offensivbereich ganz stark, hatte viele gute Aktionen, baute aber nach der Pause ab.

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  • Angreifer Adriano Grimaldi, Note 2, war Münsters Bester, der aber zwei Mal mit Großchancen seinen Meister im Osnabrücker Tormann Marvin Schwäbe fand. War aber ein dauerhafter Gefahrenherd der Preußen und sorgte für viel Schwung im Angriff.

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  • Innenverteidiger Marco Pischorn, Note 3, erledigte seine Aufgaben solide, hatte Pech bei seinen Ausflügen in den gegnerischen Strafraum bei Freistößen und Ecken.

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  • Torwart Niklas Lomb, Note 2,5, musste zwei Mal entscheidend eingreifen und verhinderte dabei Gegentore.

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  • Einwechselspieler Marcel Reichwein, keine Note, kam als zusätzliche Spitze erst in der Schlussminute und konnte dementsprechend auch nichts mehr bewirken.

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  • Mittelfeldspieler Charles Elie Laprevotte, Note 3,5, stabilisierte das Mittelfeld, konnte allerdings keine offensiven Akzente setzen, hat noch Luft nach oben.

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  • Rechtsaußen Philipp Hoffmann, Note 4,5, ist aktuell nicht in einer guten Verfassung. Seine Dribblings und Sprints bringen den SCP aktuell nicht richtig voran.

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  • Einwechselspieler Rogier Krohne, keine Note, hatte am Ende noch ein, zwei gute Aktionen auf der Außenbahn.

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  • Mittelfeldspieler Chris Philipps, Note 3, hielt den Laden zusammen und versuchte immer wieder das Spiel auch anzukurbeln. Zeigte sich erholt von der schwachen Vorstellung in Köln.

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  • Innenverteidiger Lion Schweers, Note 3, machte seinen Job unaufgeregt und sicher, musste kurz vor dem Ende mit Verdacht auf Gehirnerschütterung raus.

    Foto: Preußen Münster
  • Einwechselspieler Marc Heitmeier, keine Note, kam für Lion Schweers und musste nicht mehr groß in Erscheinung in der Abwehr treten.

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Münsters Aufwand vor der Pause war enorm. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, mehr gute Angriffszüge, bessere Chancen. Der Ertrag? Viel zu wenig. Wirklich herausragende Möglichkeiten vergaben Mehmet Kara (20.) sowie zweimal Adriano Grimaldi (37. und 41.), zudem wurde ein Treffer von Philipp Hoffmann (7.) auch noch abgepfiffen.

Zusammenstoß der Innenverteidiger

Münsters Innenverteidiger haben 15 Minuten vor Spielende eine Begegnung der besonderen Art. Beide steigen zum Kopfball hoch und rauschen heftig aneinander: Marco Pischorn spielt anschließend mit einem Turban weiter, Lion Schweers muss wenige Minuten später raus. Der 19-Jährige wirkt benommen und wird mit Verdacht auf Gehirnerschütterung eine Nacht im Krankenhaus beobachtet. Der Youngster wurde von Teamarzt Dr. Tim Hartwig jedenfalls ins Hospital begleitet. „Sultan“ Pischorn konnte die Partie dagegen bis zum Ende durchspielen.

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Darüber hinaus folgten Flanken in Serie gen Osnabrücker Strafraum, vielversprechende Angriffe wurden gestartet, nur am Ende fehlte etwas. „Das war wieder die Chance für einen Big Point. Aber der letzte Punch fehlt uns. So können wir zumindest Platz vier im Auge behalten“, bilanzierte SCP-Sportvorstand Carsten Gockel. Wie schon gegen Würzburg (0:3) oder gegen Fortuna Köln (1:2) verdaddelte der SCP wertvolle Punkte. Der Rückstand wird nicht kleiner, die Anzahl der Spiele weniger, ein Teufelskreis.

Liveticker

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Aber auch das Osnabrücker Lazarett hatte vor dem Wechsel handverlesene Gelegenheiten. Gegen Francky Sembolo musste SCP-Schlussmann Niklas Lomb alles in die Waagschale werfen, um einen Rückstand zu verhindern. Bei einem Schuss von Sofien Chahed (36.) hatte der SCP zudem Glück, als die Kugel knapp am Tor vorbeiflog.

Doch unter dem Strich hatte der SCP seine Vorteile nicht ausreichend verwerten können. „Die erste Halbzeit war richtig gut, wir hatten unsere Chancen“, sagte Steffen. Und Osnabrücks Coach Joe Enochs bestätigte das: „Es war wenig von uns zu sehen. Wir hatten viele Probleme vor der Pause.“

Reise in die Vergangenheit

„Natürlich wird das für mich ein besonderes Spiel, aber jetzt interessiert mich das noch nicht.“ Preußen-Trainer Horst Steffen reist am Wochenende mit seiner neuen Mannschaft zur alten ins Stuttgarter Gazi-Stadion. Die Kickers haben an diesem Sonntag einen wichtigen Punkt in Richtung Klassenerhalt gesammelt mit dem 1:1 bei Spitzenreiter Dynamo Dresden. Gut zwei Jahre stand Steffen in Stuttgart an der Seitenlinie, im November 2015 musste er gehen. Viele Verbindungen gebe es noch, sagt er, aber keinen Grund irgendetwas zu verschneken.

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Nach dem Wechsel organisierten sich die Gäste noch tieferstehend in der Defensive, für den kräftezehrenden Stil der Preußen war das Gift, der SCP benötigte Anlauf für eine zumindest schwungvolle Schlussphase. Denn noch einmal war Münster in den letzten zehn Minuten dem Sieg so nah. Vor allem Grimaldi, der eine bärenstarke Vorstellung in der Sturmzentrale ablieferte, hätte die Partie ins rechte Lot nach 82 Minuten oder auch in der Nachspielzeit bringen können. Tat er aber nicht.

Am Ende folgte noch die obligatorische Rudelbildung, als Amaury Bischoff einen letzten Freistoß treten wollte und die Osnabrücker den Ball nicht hergaben. Da schubste Massimo Ornatelli den SCP-Kapitän, da war plötzlich Derbystimmung auf dem Platz. Die auf den Rängen war, bis auf die Gegengerade, überschaubar. Totengräberstimmung wollte Steffen nicht erlebt haben, aber Luft nach oben sehe er auch hier – wie bei den Ergebnissen seiner Elf.

Demonstrationen

Alle Infos zu den Demonstrationen im Vorfeld des Derbies gegen den Ausschluss der Gästefans finden Sie hier:

- VfL-Osnabrück-Fans demonstrieren in Münster für Fankultur im Fußball

- 400 Preußen-Fans demonstrieren vor Derby

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