Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen-Talente kassieren gegen RW Essen späten Ausgleich

Münster -

Auf den letzten Drücker vergaben die U-19-Junioren des SC Preußen den Sieg gegen RW Essen. Das 1:1 im Duell der Erzrivalen war ein gerechtes Resultat. Der Ausgleich in der 90. Minute schlug Münster natürlich dennoch aufs Gemüt.

Sonntag, 13.03.2016, 17:58 Uhr aktualisiert: 13.03.2016, 19:13 Uhr
Erst spät kassierten die Preußen mit Orkun Koymali (l.) gegen RWE mit Said Harouz den Ausgleich, der in der 90. Minute fiel.
Erst spät kassierten die Preußen mit Orkun Koymali (l.) gegen RWE mit Said Harouz den Ausgleich, der in der 90. Minute fiel. Foto: Wilfried Hiegemann

Sieg Nummer sieben war zum Greifen nahe, aber zugepackt haben die A-Junioren des SC Preußen Münster nicht. Das Bundesliga-Heimspiel gegen RW Essen endete 1:1 (1:0), weil die Jungs von der Hafenstraße in der 90. Minute die münsterische Viererkette einmal überspielten und Joker Ismael Remmo cool traf.

Der ersten verständlichen Enttäuschung folgte schnell die Einsicht, dass die Punkteteilung in Ordnung geht. Denn die stets unbequemen Gäste legten nach einer Stunde einen Zahn zu und erlaubten es den Jungadlern kaum noch, für gescheite Entlastung zu sorgen. Essen glaubte an die eine Chance, die dann auch kommen sollte. „Dabei ging taktisch gesehen beinahe alles auf“, sagte Preußen-Trainer Cihan Tasdelen und lobte die erneut hohe Disziplin seiner Elf, die sich vom letzten 1:8 bei Borussia Dortmund keineswegs aus der Bahn hatte kippen lassen. „Ja, der Charakter der Truppe ist klasse“, darf Tasdelen zuversichtlich bleiben, was den Saisonrest angeht. Nach der Osterpause geht es für den Rangneunten ab dem 3. April ins sechsteilige Schlussprogramm.

Lange offenes Spiel

Die lange offene Partie der nie zweikampfscheuen Mannschaften lebte vom Tempo und unterschiedlichen Versuchen, zum Abschluss zu kommen. Essen setzte auf Standards, Münster suchte die Spitzen Tobias Warschewski, der oft gedoppelt wurde und kaum Wirkung entfachen durfte, und Maximilian Wüst. Der gebürtige Siegener, der im Sportinternat lebt, traf bildschön und nicht zufällig zum 1:0 (31.), als er eine Hereingabe von Serhat Kot mit der Brust annahm und aus der Drehung verwertete. Wüst ist immer unterwegs, setzt unablässig nach und sucht den Abschluss. Sechs Treffer hat er auf dem Konto, alle erzielt in 2016. Sein Tor hätte Essens rühriger Stürmer Said Harouz beinahe noch vor der Pause beantwortet, aber Münster hielt den knappen Vorsprung lange. Torwart Marco Dedovic kratzte mit einem starken Reflex einen Ball von der Torlinie (60.), nachdem er zuvor ein paar Unsicherheiten offenbart hatte. Als Essen dann an der Schraube drehte, sahen die Preußen letztlich zu oft nur zu.

SCP: Dedovic – Weid, Middrup, Koymali, Wolters – Möllmann, Kaya, Gül, Kot (77. Brodersen) – Warschewski, Wüst (86. Westmeyer)

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