Fußball 3.Liga: Preußen gewinnen gegen Cottbus
3:0 - Münster kann Tore

Münster -

Geht doch: Vier Spiele blieb Fußball-Drittligist Preußen Münster jeglichen Beweis von Torgefahr schuldig, um diese schwarze Serie mit einem Ausrufezeichen eindrucksvoll zu beschließen. Dreimal langten die Adlerträger beim 3:0-Erfolg gegen den einstigen Bundesligisten Energie Cottbus hin, der Liga vier entgegentaumelt. 

Samstag, 09.04.2016, 16:41 Uhr aktualisiert: 09.04.2016, 18:09 Uhr
Fußball 3.Liga: Preußen gewinnen gegen Cottbus : 3:0 - Münster kann Tore
Foto: Jürgen Peperhowe

„Endlich“, atmete auch Münsters Trainer Horst Steffan auf. „Ich glaube, dass alle Preußen-Fans danach gelechzt haben, mal wieder einen Sieg zu sehen. Ich habe danach gelechzt, mal wieder einen Sieg zu dokumentieren.“

Fünfmal nicht gewonnen, viermal dazu ohne jeden Treffer: die Domstädter haben sich in den zurückliegenden Wochen ins Gespräch gebracht. Und zwar im Zug nach Nirgendwo. Die Brisanz dabei: Das Punktepolster auf die Abstiegsränge schmolz erheblich. Der Trainerwechsel brachte nur kurzzeitig den erhofften Aufschwung. Am Samstag war das alles Schnee von gestern, endlich hörten sie in wieder, den Tor-Tusch. Ganze dreimal sogar. Ein herrliches Gefühl.

Preußen Münster gewinnt gegen Energie Cottbus

1/29
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe

Dumm nur, dass erneut ein paar Unverbesserliche das Preußen-Stadion unmittelbar vor dem Anpfiff durch Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) in ein Nebelmeer verwandelten. Etliche Rauchtöpfe wurden gezündet, das wird wieder einmal teuer, SCP . Besonders traurig: Ein 72-jähriger Fan wurde durch die giftigen Gase schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Es war die einzige negative Begleiterscheinung eines wirklich frühlingshaften Auftritts der Platzherren.

Horst Steffen hatte was die Aufstellung angeht Veränderungen gegenüber dem Gastspiel in Rostock vorgenommen. Überraschend beorderte er Rogier Krohne auf die linke Flanke, Zaubermaus Mehmet Kara musste zunächst die Bank drücken. Das schmeckte ihm gewiss gar nicht. Ebenfalls raus rotierte er Stephane Tritz auf der linken Abwehrbahn, für ihn spielte Benjamin Schwarz , für Danilo Wiebe rückte Amaury Bischoff in die erste Elf.

Rund 300 Gäste hatten ihre Jungs aus dem Osten nach Münster begleitet und wurden mehr oder weniger enttäuscht. „Wir haben im Vorfeld so viel geredet, jetzt fehlen mir die Worte“, so ein schwer enttäuschter Vasile Miriuta, Trainer der wenig energiegeladenen Cottbusser nach dem katastrophalen Gastspiel in Münster.

Die Preußen in der Einzelkritik im Spiel gegen Energie Cottbus

1/15
  • Foto: Preußen Münster
  • Linksverteidiger Benjamin Schwarz, Note 2,5, zeigte eine starke Partie in der Offensive, hatte in der Defensive auch das Meiste im Griff, das war schon recht gut.

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler (defensiv) Chris Philips, Note 3, zeigte eine ordentliche Vorstellung, gab eine Reihe guter Impulse im Spielaufbau.

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler (offensiv) Philipp Hoffmann, Note 2,5, wirkte agil und befreit nach seiner Vertragsverlängerung. Sorgte als offensive Spitze in der Mittelfeldraute für einige gefährliche Momente.

    Foto: Preußen Münster
  • Rechtsverteidiger Björn Kopplin, Note 2, zeigte eines seiner besten Spiele für den SCP und schlenzte den Ball mit dem linken Fuß zur Führung ins Tor - eine Bewerbungsschreiben in eigener Sache, schließlich läuft sein Vertrag im Sommer aus.

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler Charles Elie Laprevotte, Note 2,5, zeigte sich von seiner guten Seite, bereitete das 3:0 vor.

    Foto: Preußen Münster
  • Ersatzspieler Danilo Wiebe, keine  Note, ersetzte Amaury Bischoff.

    Foto: Preußen Münster
  • Angreifer Rogier Krohne, Note 3, war zur Stelle als Abstauber beim 3:0, konnte ansonsten vor allem kämpferisch überzeugen.

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler Amaury Bischoff, Note 3, unterstrich seine Qualitäten bei Standards, sein Eckball bereitete das 2:0 vor.

    Foto: Preußen Münster
  • Angreifer Adriano Grimaldi, Note 2,5, kommt Stück für Stück immer besser in Form. Sein Kopfballtor hatte Wucht, musste nach einer Stunde mit einer Verletzung vorsichtshalber ausgewechselt werden.

    Foto: Preußen Münster
  • Torwart Niklas Lomb, Note 3, hatte kaum etwas zu tun.

    Foto: Preußen Münster
  • Innenverteidiger Marco Pischorn, Note 3, agierte stabil und ohne Fehler in der Abwehrzentrale.

    Foto: Preußen Münster
  • Ersatzspieler Marcel Reichwein, keine Note, kam nach 63 Minuten und hatte zwei, drei gute Szenen als Grimaldi-Ersatz.

    Foto: Preußen Münster
  • Ersatzspieler Mehmet Kara, keine Note, wurde ins Wasser geworfen, als bei einer 3:0-Führung alles gelaufen war.

    Foto: Preußen Münster
  • Innenverteidiger Lion Schweers, Note 2, wird praktisch von Spiel zu Spiel besser. Kompromisslos im Zweikampf, taktisch stark, zwischendrin mit tollen Pässen - Münsters Jüngster ist zu Zeit auch meist einer der Besten.

    Foto: Preußen Münster

Alles andere ist schnell erzählt. Schwarz, der sich immer wieder ins Angriffsspiel einschaltete, zündete in der 24. Minute seinen Turbo, flankte von der linken Seite auf Philipp Hoffmann, der abtropfen ließ auf Björn Kopplin. Und was der Rechtsfuß dann machte, war absolut sehenswert. Frech schlenzte er das Leder in die linke Ecke: 1:0. Die Führung, eine echte Seelenmassage. Das gilt auch für die weiteren beiden Treffer, die fantastisch vorbereitet wurden. In der 59. durch Bischoff nach einer Ecke, Adriano Grimaldi sagte artig danke und nickte ein. Die Entscheidung dann acht Minuten später, der eingewechselte Marcel Reichwein setzte Charles-Elie Laprevotte in Szene, der quer legte auf Rogier Krohne. Und der Niederländer machte das, was er am besten kann: Tore schießen. 3:0, das Ding war durch. Und Münster hatte seinen ersten Sieg nach einer langen Durststrecke. Am 27. Februar beim 3:1 gegen den Chemnitzer FC war das letzte Mal dieses Glücksgefühl zu spüren.

In der Tabelle bleiben die Preußen auf Rang sieben, dürften eigentlich nicht mehr unten reinrutschen. Dafür haben sie den Abstand nach oben verringert. Auf den Dritten Osnabrück, der 2:4 in Erfurt verlor, sind es sieben Zähler, auf Würzburg (4.), das 2:1 gegen die Stuttgarter Kickers siegte, nur magere sechs. Es darf unter Umständen noch mal gerechnet werden. Nächste Woche nach dem Gastspiel bei Holstein Kiel zum Beispiel.

Aufstellung

Preußen Münster: Lomb - Kopplin, Pischorn, Schweers, Schwarz - Philipps - Laprevotte, Bischoff (78. Wiebe) - Hoffmann - Krohne (74. Kara), Grimaldi (63. Reichwein)

Energie Cottbus: Lück - Kaufmann, Schorch, Knechtel, Szarka - Kauko, Mattuschka, Zeitz (78. Zickert) - Sukuta-Pasu, Breitkreuz, Holz (70. Lungu)

...
Weitere Informationen zum Spiel

Tore: 1:0 Kopplin (24.), 2:0 Grimaldi (59.), 3:0 Krohne (67.).

Zuschauer: 7776.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3920450?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F
Nachrichten-Ticker