Preußen Münster
Polizei fahndet mit Foto nach Pyro-Tatverdächtigem

Münster - Mindestens zwei Verletzte, eine Spielverzögerung und hitzige Debatten: Das Zünden von Rauchtöpfen im Preußen-Stadion vor einer Woche hatte weitreichende Konsequenzen . Jetzt hat die Polizei ein Fahndungsfoto herausgegeben.

Freitag, 15.04.2016, 15:23 Uhr aktualisiert: 18.04.2016, 13:08 Uhr
Mit einem Video-Screenshot sucht die Polizei nach einem Verantwortlichen für den giftigen Rauch im Stadion.
Mit einem Video-Screenshot sucht die Polizei nach einem Verantwortlichen für den giftigen Rauch im Stadion. Foto: Polizei Münster, Alexander Heflik, Montage: gap

Vor dem Drittligaspiel des SC Preußen Münster gegen den FC Energie Cottbus am vergangenen Samstag (9. April) hatten Pyrofanatiker im Block N insgesamt 60 Rauchtöpfe gezündet. Der freigesetzte Rauch war über Teile der Haupttribüne und des Spielfelds gezogen. Sowohl beim Verein als auch bei der Polizei meldeten sich Besucher des Fußballspiels, die durch das Einatmen des heißen und beißenden Qualms auch noch Stunden nach dem Abpfiff unter Atemnot und Hustenreiz litten. Ein 72-jähriger Besucher musste bereits während des Spiels notärztlich versorgt werden. Drei 14-Jährige waren ebenfalls betroffen, entsprechende Strafanzeigen liegen vor.

"Nach Auswertung der Videoüberwachung konnte ein erster Tatverdächtiger ermittelt werden", teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit. Mit dem Bild aus dem Video sucht die Polizei nun nach Tätern und Zeugen.

Die 60 verwendeten Rauchtöpfe sind für den Einsatz im Freien zugelassen, jedoch nicht in einer Menschenmenge. Entsprechende Warnhinweise sind auf jedem Rauchtopf abgedruckt. So wird unter anderem auf die Temperatur von mehr als 90 Grad Celsius hingewiesen und davor gewarnt, den heißen Rauch zu inhalieren. 

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