Fußball: 3. Liga
Torloses Remis bei den Störchen

Kiel -

(Aktualisiert 17:50) Von wegen elf Störche im Salat. Beim Gastspiel im hohen Norden bei Holstein Kiel durfte sich der SC Preußen über den Umstand (er)freuen, zumindest einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen. 

Samstag, 16.04.2016, 16:07 Uhr aktualisiert: 16.04.2016, 17:50 Uhr
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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Hoffmann gegen Rafael Czichos.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Hoffmann gegen Rafael Czichos.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Wiebe geht verletzt raus.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Hoffmann gegen Rafael Czichos.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Pischorn gegen Sane.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Horst Steffen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Horst Steffen.

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  • Verzweiflung ob der Torlosigkeit...

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Laprevotte gegen Willi Eseev.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Hoffmann gegen Schmidt.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Torwart Robin Zentner vor Reichwein.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Torwart Robin Zentner vor Reichwein.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Kopplin gegen Rafael Czichos.

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  • SC Preußen Münster - Holstein Kiel - Kara gegen Patrick Herrmann.

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Das torlose Remis entsprach nicht gänzlich dem Spielverlauf, Kiel wirkte über die 90 Minuten frischer, bissiger, Münster fehlte irgendwie der Mumm, diesem Duell die richtige Wendung zu geben. Einziger Trost: Nach dem 0:0 in Rostock und dem 3:0 gegen Cottbus blieben die Adlerträger auch im dritten Spiel in Serie ungeschlagen. Und: ohne Gegentreffer.

Re-Live

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In den Wettbuden dieser Welt wäre das Kreuzchen bei einer Punktteilung vielleicht eine gute Investition für etwas Bares gewesen. 21-mal standen sich die beiden Clubs bislang gegenüber: Wenn auch in 18 Spielen je neunmal Münster und Kiel die Zähler mitnahmen, bei drei Remis, so steht unter dem Strich ein Unentschieden. Glücksspiel eben.

Vor der Partie wurde viel geschrieben zum Wiedersehen mit dem Ex-Preußen Dominik Schmidt , der im Sommer 2015 den Adlerhorst verlassen hat – nach Eskapaden mit ehemaligen Mitspielern und einer Auseinandersetzung mit Fans auf dem Send. Sein Kontrakt wurde aufgelöst, Schmidt zog gen Norden. Um dort zunächst eine Achterbahnfahrt der Fußball-Gefühle zu erleben. Noch zur Winterpause fand er sich in Kiel vorwiegend auf der Bank wieder. Von Abschied war die Rede. Alles weit weg, mittlerweile ist „Dom“ angekommen bei Holstein, eine absolute Stammkraft. Klar, dass er vor dem Duell brannte, als erster Kieler Spieler vor dem Aufwärmen das Feld betrat. Die 90 Minuten zeigte der 28-Jährige, warum sein aktueller Trainer Karsten Neitzel so viel Freude an ihm hat. Routiniert und rustikal führte er in der Abwehr Regie und hatte seinen Anteil daran, dass sein Tormann Robin Zentner nur selten einem Brandherd Herr werden musste. 

Einzelkritik der Preußen im Spiel gegen Holstein

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  • Torwart Niklas Lomb, Note 2,5, hatte erneut wenig zu klären, war bei zwei, drei kniffligen Bällen zur Stelle.

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  • Rechtsverteidiger Björn Kopplin, Note 3,5, hatte vor der Pause einige Probleme, hing da auch am Tropf seiner Mitspieler, steigerte sich nach dem Wechsel. 

    Foto: Kopplin
  • Innenverteidiger Marco Pischorn, Note 3, lieferte wie der Lieferheld zuverlässig ab, köpfte, grätschte, kämpfte.

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  • Innenverteidiger Lion Schweers, Note 2,5, ist und bleibt die Entdeckung beim SCP in diesem Jahr. Spielt souverän, kompromisslos, hat bestimmt schon 200 Drittligapartien auf dem Buckel, oder? Nein, es sind erst ein knappes Dutzend.   

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  • Linksverteidiger Benjamin Schwarz, Note 3,5, hatte die gleichen Probleme wie Kopplin auf der rechten Seite, geriet durch das wenig zwingende Mittelfeld immer wieder unter Druck. Schied mit einer Achillessehnenverletzung aus.

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  • Mittelfeldspieler Danilo Wiebe, keine Note, musste nach zehn Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt, Leistenbeschwerden stoppten ihn.

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  • Mittelfeldspieler Chris Philipps, Note 3, war immer anspielbereit, versuchte sich an der Sortierung im Mittelfeld.

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  • Mittelfeldspieler Philipp Hoffmann, Note 2,5, machte nicht alles richtig, aber war dennoch ein steter Gefahrenherd in der Offensive, vielleicht der einzige bei den Preußen an diesem Tag.

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  • Mittelfeldspieler Amaury Bischoff, Note 4, präsentierte sich vor der Pause fehlerhaft und schwach in den Zweikämpfen. Nach der Pause wurde es deutlich besser. 

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  • Angreifer Marcel Reichwein, Note 4, hatte eine der raren Chancen für die Preußen, sein Schuss wurde aber abgefälscht. Vor der Pause kaum zu sehen, nach dem Wechsel in 20 Minuten mit einigen besseren Aktionen. 

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  • Angreifer Rogier Krohne, Note 4,5, strahlte keinerlei Torgefahr aus. Sein kämpferischer und läuferischer Einsatz war stark, aber als Stürmer blieb er völlig wirkungslos.

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  • Einwechselspieler Charles Elie Laprevotte, Note 3, fügte sich als Wiebe-Ersatz gut in die Partie ein. Defensiv war alles perfekt, allerdings fehlten die offensiven Impulse.

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  • Einwechselspieler Mehmet Kara, keine Note, brachte neuen Schwung in die Preußen-Offensive, hatte bei einem tollen Dribbling Pech.

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  • Einwechselspieler Felix Müller, keine Note, kam für den verletzten Schwarz, sorgte für Ruhe und Ordnung auf der linken Abwehrseite.

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Sein Gegenüber Niklas Lomb hatte da in den ersten 45 Minuten schon mehr zu tun. Münster wirkte vor allem in den ersten 30 Minuten konfus. Vielleicht lag das auch am frühen Wechsel, Sechser Danilo Wiebe musste bereits nach zehn Minuten aufgrund einer Leistenverletzung raus, für den Ex-Kölner kam Charles Eli Laprevotte. Vor allem Mathias Fetsch hätte Münster den einen oder anderen Nackenschlag versetzen können. Nach 26 Minuten köpfte er gegen die Laufrichtung von Lomb – und knapp am Tor vorbei.Nach 31 Minuten wurde sein Schuss aus 16 Metern geblockt, keine 60 Sekunden später strich seine Fackel am linken Preußen-Pfosten entlang. Zusammen mit Saliou Sane war er in der ersten Hälfte der auffälligste Kieler.

Und Münster? Fand kaum statt. Kaum Raumgewinne, kaum gewonnene Zweikämpfe. Der SC Preußen suchte verzweifelt seine Cottbus-Form. Und doch wäre es in der 45. Minute beinahe passiert, als Marcel Reichwein, diesmal für Adriano Grimaldi (Bauchmuskelverletzung) in der Startformation, für Philipp Hoffmann auflegte. Kiels Schnapper Zentner reagierte blitzartig und vereitelte den Rückstand.Nach der Pause kamen die Preußen zumindest etwas besser ins Spiel zurück, ohne sich allerdings die ganz großen Möglichkeiten zu erspielen. Auch der Doppelwechsel, Mehmet Kara für Reichwein und Felix Müller für den glücklos agierenden Benjamin Schwarz hatte nicht die erhoffte Wirkung. Zum Glück blieb auch Kiel im zweiten Abschnitt einiges schuldig und drängte sich kaum auf.

Auffällig: Gelbe Karten waren Fehlanzeige. Auch ein Indiz dafür, dass beide Mannschaften letztlich zu brav miteinander umgingen. In der Tabelle bleiben die Preußen auf Rang sieben, am Freitag kommt der 1. FC Magdeburg. Bis zum Tabellenvierten Großaspach sind es sieben Zähler.

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Schmidt, Czichos, Kohlmann – Evseev (70. Heider), Kegel, Siedschlag (88. Weidlich), Schnellhardt – Fetsch (81. Schäffler), Sane.

SC Preußen Münster: Lomb – Kopplin, Pischorn, Schweers, Schwarz (65. Müller) – Wiebe (10. Laprevotte) – Philipps, Bischoff – Hoffmann – Reichwein (65. Kara), Krohne.

Tore: Fehlanzeige.

Zuschauer: 4936.

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