Fußball: 3. Liga
Preußen im Saisonfinale: 12, 4, 6, 8 ... und nun?

Münster -

Die Preußen sind im Saisonfinale und streben einer Platzierung im Niemandsland zwischen Gut und Böse an – schon wieder. Hier im Mittelmaß scheint der Club seinen Platz in Liga drei gefunden zu haben.

Mittwoch, 20.04.2016, 16:51 Uhr aktualisiert: 20.04.2016, 19:26 Uhr
2009 noch Preußen-Kapitän, jetzt Leistungsträger in Magdeburg: Marius Sowislo.
2009 noch Preußen-Kapitän, jetzt Leistungsträger in Magdeburg: Marius Sowislo. Foto: pp

50, 72, 53, 54 und nun am Ende dieser Saison? Das sind die Punktezahlen, mit denen der SC Preußen seit der Saison 2011/12 jeweils die Spielzeiten in der 3. Liga abschloss. Aktuell hat die Mannschaft von Trainer Horst Steffen 46 Zähler gesammelt, zwölf Punkte sind noch zu vergeben, mit einem Sieg über Aufsteiger 1. FC Magdeburg am Freitag (19 Uhr) im Heimspiel könnte der SCP in den üblichen Bereich einkehren. Erfolge können dann noch beim SV Wehen Wiesbaden, gegen Aufsteiger Dynamo Dresden im letzten Heimspiel der Saison und beim designierten zweiten Aufsteiger Erzgebirge Aue mit dem Ex-Preußen Pavel Dotchev gesammelt werden. Maximal 58 Punkte können es noch werden.

Nimmt man die Saison 2012/13 unter Pavel Dochtev, als gewaltige 72 Zähler nicht zum Sprung in die Zweitklassigkeit reichten, so scheint sich der SCP normalerweise an der 50-Punkte-Marke abzuarbeiten. Zeichen für Konstanz ist, dass Münster in der ewigen Tabellen der 3. Liga, die 2008 gegründet worden war, mittlerweile Neunter ist. Bis auf RW Erfurt und den VfB Stuttgart 2 schaffte es keiner der 48 Vereine, die gesamte Zeit in der 3. Liga zu verweilen.

Was geht?

12, 4, 6, 8 – und nun? Welche Platzierung kann der SCP noch erreichen. Theoretisch ist noch Platz drei erreichbar, genauso Platz vier und die Qualifikation für den DFB-Pokal. Aber realistisch ist das nicht, genauso wenig wie Rang fünf, denn die Würzburger Kickers (54 Zähler), SG Sonnenhof Großaspach (53) und der VfL Osnabrück (53) sind wohl enteilt.

Umwege durch Blocksperre

Nach den Vorfällen im letzten Heimspiel, als in der Fiffi-Gerritzen-Kurve eine Vielzahl giftiger Rauchtöpfe gezündet wurde, wird beim Magdeburg-Spiel Block N geschlossen bleiben. Diese Sperrung hat Auswirkungen auf andere Stadionbesucher. Die Blöcke A und B auf der Haupttribüne sowie der Block O in der Ostkurve sind wegen der Sperrung nur über die Zuwegung am Kunstrasenplatz erreichbar. Diese Umleitung gilt auch für Besucher der Blöcke C, D, E und F, da die Polizei die Zuwegung über die Straße am Berg Fidel im Zuge der Fantrennung vor dem Spiel sperren wird. Preußenfans, die eine Karte für Block N besitzen, können diese gegen eine Freikarte für den Block L eintauschen. Das ist bis Freitag, 15 Uhr, im Ticketshop sowie vor Spielbeginn an einer eigens eingerichteten Kasse am Haupteingang gegen Vorlage der Karte und eines Personalausweises möglich.

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Münsters kleine Serie von drei Partien ohne Niederlage und Gegentor versprüht einen Anflug von Optimismus und verspricht ein ordentliches Saisonfinale. Magdeburg auf Rang sechs und mit nur einem Zähler Vorsprung bietet sich da als lohnenswerte Aufgabe und Perspektive für die Restsaison an, ein Vergleich von Tabellennachbarn steht also an. Die Gäste werden dabei eine große Anhängerschaft mit nach Münster bringen. Während der SCP Block N im Ultra-Bereich sperrt, hat der FCM mindestens 1150 Fans mit von der Partie. Die Sicherheitskräfte sind vor diesem Abendspiel unter Flutlicht jedenfalls in Alarmbereitschaft.

Wiedersehen mit Marius Sowislo

Ein besonderes Wiedersehen wird es dabei mit Marius Sowislo geben. Der ehemalige Preußenspieler (2006 bis 2009) ist beim Aufsteiger zur Führungsperson aufgestiegen, für den 33-Jährigen stehen 33 Einsätze mit sechs Toren und fünf Vorlagen zu Buche. Es ist das erste Mal, dass Sowislo wieder im Preußenstadion spielen wird.

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