Fußball: Westfalenliga
Gievenbeck und Preußen II fehlt nur tabellarischer Derby-Ansporn

Münster -

Heiße Duelle waren es immer zwischen dem 1. FC Gievenbeck und der Preußen-Reserve. Am Donnerstagabend steht zwischen dem Fünften und dem Dritten im Sportpark einiges auf dem Spiel – nur tabellarisch eben nicht mehr viel.

Mittwoch, 27.04.2016, 16:06 Uhr
Wiedersehen am Abend: Gievenbecks Daniel von der Ley (l.) und Preuße Nico Müller.
Wiedersehen am Abend: Gievenbecks Daniel von der Ley (l.) und Preuße Nico Müller. Foto: Jürgen Peperhowe

Vielleicht ließe sich künstlich noch ein Hauch von Spannung erzeugen. Sechs Zähler Rückstand hat Preußen Münster II auf den Westfalenliga-Zweiten Delbrücker SC, der damit einen wahrscheinlichen Relegationsplatz einnimmt, fünf der 1. FC Gievenbeck (genau wie übrigens der TuS Hiltrup). Das ist bei optimalem Verlauf in den fünf verbleibenden Partien aufzuholen. „Allerdings nicht, wenn man das Restprogramm der Delbrücker kennt“, meint FCG-Coach Benjamin Heeke. Sein Gegenüber Sören Weinfurtner pflichtet bei: „Das interessiert uns nicht.“

Bleibt also das Rennen um den nahezu wertlosen dritten Platz als Ansporn und vielleicht noch die Hoffnung, die Saison als Nummer eins der Derby-Tabelle zwischen den drei Vertretern aus Münster abzuschließen. „Es ist aber nicht unser primäres Ziel“, so Gievenbecks Trainer, der mit seiner Truppe in dieser Wertung bisher vier Punkte aus drei Partien holte, das Hinspiel gegen den SCP (sieben Zähler) aber verlor. „Ich glaube, beide wollen ein tolles Fußballspiel zeigen, und das wird es auch.“ Der vorgezogene Termin (Donnerstag, 18.30 Uhr) scheint optimal für eine tolle Zuschauerzahl. Zumal beide Teams zuletzt drei Erfolge am Stück feierten.

Beim FCG sieht es personell so rosig wie lange nicht aus. Kay Göttsch, Clemens Donner und Tristan Niemann sind wieder verfügbar, nur Tom Gerbig und Ersatzkeeper Bernd Lütke Wiesmann fallen aus. Auch die Preußen haben keine Sorgen, einzig Gunnar Weber tastet sich nach langer Pause erst allmählich heran. Abstellungen aus dem Profiteam sind wie häufig in dieser Spielzeit nicht geplant.

Also gibt auch Weinfurtner die Marschroute aus, die in dieser Phase der Saison nicht unüblich ist: „Wir wollen einen schönen Abend haben.“ Warum seine Mannschaft diesmal schon so früh nach oben abreißen lassen musste, liegt auf der Hand. „Dafür waren wir nicht konstant genug. Es würde mich doch arg wundern, wenn die Delbrücker jetzt noch einbrechen“, so der 37-Jährige.

Zumindest die Form beider Verfolger stimmt. In der Rückrunde kassierte der SCP erst eine Niederlage, die Gievenbecker auch erst zwei. Fußballerisch gelten beide als sehr fähig – da steht einem sehenswerten Kick nicht mehr viel im Weg.

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