Fußball: 3. Liga
Preußen wollen in Wiesbaden nicht viel rotieren

Münster -

Für die Preußen ist die Spielzeit mehr oder weniger gelaufen. Am Freitag geht es zum SV Wehen Wiesbaden. Derweil verlassen mit Rogier Krohne und Felix Müller die Spieler acht und neun den SCP.

Donnerstag, 28.04.2016, 16:29 Uhr aktualisiert: 28.04.2016, 20:22 Uhr
Marc Heitmeier absolviert in Wiesbaden vielleicht seinen letzten Auftritt im SCP-Trikot.
Marc Heitmeier absolviert in Wiesbaden vielleicht seinen letzten Auftritt im SCP-Trikot. Foto: Jürgen Peperhowe

Nun auch offiziell haben die Preußen alle einstigen Saisonziele aufgegeben. „Bis letzte Woche habe ich ja noch an die klitzekleine Chance auf Platz vier geglaubt“, sagt Trainer Horst Steffen, der nach dem 1:2 gegen Magdeburg angesichts von acht Zählern Rückstand auf die SG Sonnenhof Großaspach die Jagd für beendet erklärt. Also nur noch Jux- und Partyfußball in den drei verbleibenden Partien?

Von wegen. Wer das vermutet, kennt den Coach äußerst schlecht. „Jetzt zeigt sich, wer ein Herz hat“, so der 47-Jährige vor dem Gastspiel beim SV Wehen Wiesbaden am Freitag (19 Uhr). Und es klingt fast so, als habe er auf den Moment gewartet, um seine Profis und deren Einstellung mit Blick auf die neue Saison noch genauer untersuchen zu können.

Natürlich dreht sich aktuell viel um die Planung. Zuletzt tauchte der Name Jeron Al-Hazaimeh (SF Lotte/zehn Saisontore, sechs Elfmeter) auf. Der 24-Jährige tat den Preußen im Westfalenpokal im Oktober richtig weh, spielt beim Regionalliga-Spitzenreiter, wäre ablösefrei und als Linksverteidiger eine naheliegende Option. Kommentieren will Münster das alles nicht. Steffen sagt nur: „Ich habe es gern, wenn mein Kader frühzeitig steht.“ Klingt, als sei da in den nächsten Tagen eine Menge zu erwarten. So schnell waren die Preußen noch nie dran. Auffällig bleibt, dass Niklas Lomb, Elie Laprevotte und Chris Philipps nach nur einem Jahr zu ihren Stammclubs zurückkehren. „Natürlich ist es nicht gut, wenn jedes Jahr zwölf, 13 Neue kommen müssen“, sagt Steffen, der eher auf Kontinuität setzt, Leihspieler aber keineswegs ausschließt.

Preußen Münster: Abgänge 2016

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  • Verlässt die Preußen nach drei Jahren: Rogier Krohne.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nach nur einem Jahr ist Schluss in Münster: Felix Müller.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zurück zum SC Freiburg: Elie Laprevotte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zurück zum FC Metz: Chris Philipps, Nationalspieler Luxemburgs.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bald wieder in Leverkusen: Tormann Niklas Lomb.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schon lange kein Stammspieler mehr: Kevin Schöneberg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Küsschen für die Fans: Stürmer Marcel Reichwein geht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auch Angreifer Abdenour Amachaibou verlässt den SCP.

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  • Zwei Jahre in Münster: Marc Heitmeier.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Von den inzwischen neun feststehenden Abgängen werden in Hessen wohl fünf in der Startelf stehen, da Marc Heitmeier Marco Pischorn (Gelbsperre) ersetzt. Benjamin Schwarz, der vielleicht sogar ohne Maske spielen kann, erhält – auch mit Sicht auf die nächste Saison – hinten links weiter den Vorzug vor Rechtsfuß Stéphane Tritz und Felix Müller, dessen Abgang seit Donnerstag klar ist – genau wie der von Rogier Krohne. Der niederländische Publikumsliebling fällt Freitag mit einer Adduktorenreizung aus.

Rotation angesichts fehlender Saisonziele (etwa Philipp Hoffmann oder Lennart Stoll im Mittelfeld) schließt der Trainer noch aus – auch mit Blick auf Fairness im Abstiegskampf, in dem Wehen als Vorletzter nach wie vor bis zum Hals steckt.

Nach vier ungeschlagenen Spielen (ein Sieg) am Stück unter Neu-Trainer Torsten Fröhling gab es zuletzt ein 0:4 in Dresden. „Ich fände es nicht okay den Kollegen gegenüber, wenn ich plötzlich alles umbaue“, sagt Steffen. „Das habe ich selbst mal erlebt. Es ist ja auch nicht so, dass ich mich in den Wochen vorher nicht getraut hätte, etwas zu verändern. Wir haben ja oft Positionen gewechselt.“ Respekt hat der SCP-Coach vor allem vor einem Ex-Münsteraner: Einwurf- und Standardexperte Marc Lorenz. Der 27-Jährige und sein Team kämpfen ums nackte Überleben.

►  Preußen: Lomb – Kopplin, Schweers, Heitmeier, Schwarz – Bischoff, Philipps, Laprevotte - Hoffmann, Reichwein, Kara.

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