Fußball: Westfalenliga
Eickhoff fliegt bei Pleite der Preußen-Reserve gegen Vreden

Münster -

Eine lange Unterzahl gepaart mit drückenden Temperaturen wurde der U 23 des SC Preußen beim 1:3 gegen die SpVgg Vreden zum Verhängnis. Bennet Eickhoff flog früh vom Platz für zwei unnötige Vergehen.

Sonntag, 08.05.2016, 19:31 Uhr aktualisiert: 08.05.2016, 20:22 Uhr
Traf für die Preußen: Jan-Hubert Elpermann (Mitte), der sich in dieser Szene gegen die Vredener Yuzuru Okuyama (rechts) und Jan-Niklas Temme durchsetzt.
Traf für die Preußen: Jan-Hubert Elpermann (Mitte), der sich in dieser Szene gegen die Vredener Yuzuru Okuyama (rechts) und Jan-Niklas Temme durchsetzt. Foto: Peter Leßmann

Aufgrund einer 1:3-Niederlage gegen die SpVgg Vreden hat Preußen Münsters U 23 die Chance verpasst, an Stadt-Kontrahent Hiltrup vorbeizuziehen, stattdessen rutschte das Team sogar noch hinter Ortsrivale Gievenbeck auf den fünften Tabellenrang ab.

Mitentscheidend für die insgesamt verdiente Pleite war eine äußerst skurrile Szene um den Protagonisten Bennet Eickhoff Mitte der ersten Halbzeit. Innerhalb weniger Sekunden beging der SCP-Sechser zwei taktische Foulspiele im Mittelfeld, woraufhin der Unparteiische simple Fußballmathematik anwendete: Zwei Mal Gelb ergibt Rot – kurios, aber konsequent (32.).

„Der Platzverweis ist absolut okay, da muss man sich einfach cleverer verhalten“, so die faire Einschätzung von Coach Sören Weinfurtner, dessen Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits einem Rückstand hinterherlief. Münsters Spielmacher Lokman Erdogan leistete sich einen unnötigen Ballverlust, der durch Vredens brandgefährlichen Angreifer Claudio Vieira Martins eiskalt bestraft wurde (23.).

In Unterzahl entwickelten die Adlerträger jedoch eine „Jetzt erst recht“-Mentalität und kamen folgerichtig wenige Momente vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich: Jan-Hubert Elpermann köpfte eine von Erdogan getretene Ecke aus kurzer Distanz humorlos ein (45.+1).

Im Verlauf des zweiten Durchgangs mussten die Preußen der unschönen Kombination aus erhöhtem Laufpensum und drückender Hitze Tribut zollen, Vreden übernahm sukzessive die Kontrolle. Nach 58 Zeigerumdrehungen war es dann so weit: Maßflanke Yuzuru Okuyama, Abschluss Marvin Möllers – 1:2. Für Weinfurtner war dieser Nackenschlag spielentscheidend: „Das hat uns das Genick gebrochen, hier müssen wir besser verteidigen. Speziell im Passspiel waren wir sehr fahrig.“

In der Folge ließ der Übungsleiter nichts unversucht, doch weder die Einwechslung von Joker Nico Müller noch das Vorziehen des Innenverteidigers Nick Rensing trugen Früchte. „Mit etwas Glück gehen wir in der ersten Viertelstunde in Führung, dann wird es vielleicht ein anderes Spiel“, trauerte der 37-Jährige den Torgelegenheiten zu Beginn der Partie nach.

Obwohl es in den ausstehenden Begegnungen ausschließlich um die vielzitierte goldene Ananas geht, wollen die Preußen keineswegs auslaufen lassen, da mit Sinsen und Clarholz noch zwei Gegner aus der Abstiegszone warten. Der Appell des Trainers: „Wir müssen uns dort gut präsentieren, das gebietet der Anstand.“

SC Preußen II: Aulbach – Danabas, Wiesweg, Rensing, Voß – Holtmann, Eickhoff – Mladenovic (72. Müller), Erdogan (46. Altun), Kriwet – Elpermann (46. Tia).

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