Fußball: 3. Liga
Babacar N‘Diaye besucht Preußen-Fan Tobias Kötter

Münster - Eigentlich wollte Preußen-Fan Tobias Kötter seinem Idol Babacar N‘Diaye beim Abschiedsspiel gegen Dresden ein Geschenk überreichen. Das durfte er nicht - und dann kam alles noch viel besser. Der scheidende Co-Trainer des Drittligisten holte sich sein Präsent bei Kötter zu Hause ab - und brachte viel Zeit mit . . .

Dienstag, 10.05.2016, 11:56 Uhr aktualisiert: 11.05.2016, 12:13 Uhr
Der Star und sein größter Fan: Babacar N‘Diaye und Tobias Kötter beim Treffen im Mai.
Der Star und sein größter Fan: Babacar N‘Diaye und Tobias Kötter beim Treffen im Mai. Foto: Privat

Babacar N‘Diaye - "Das war schon immer mein Fußballer für Münster ", sagt Tobias Kötter . Warum? "Ein super Typ!" Und das nicht nur, weil er mal ein guter Stürmer war: Auch menschlich ist Kötter begeistert von dem gebürtigen Senegalesen. "Wo er helfen konnte, hat er geholfen. Immer."

Kötter besuchte regelmäßig das Training der Preußen , und am Rande der Bande kam er Babacar N‘Diaye näher. Der Fußballer nahm sich immer Zeit für die Fans, Handschlag inklusive. "Er war der menschlichste, der Fan-nächste Spieler." Und auch wenn Kötter, inzwischen in der Behindertenbetreuung des Vereins selbst aktiv, einmal Probleme hatte, kümmerte sich Babacar N‘Diaye darum.

Babacar N‘Diaye besucht Preußen-Fan Tobias Kötter

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  • Preußen auf dem Arm: Tobias Kötter hat ein eindeutiges Tattoo. Babacar N‘Diaye staunt.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Preußen auf dem Arm: Tobias Kötter hat ein eindeutiges Tattoo. Babacar N‘Diaye staunt.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Babacar N‘Diaye und Tobias Kötter.

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  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat

Mit der Zeit entwickelte sich eine Freundschaft, die erst neulich schon einmal zu einer kuriosen Begegnung führte. Kötter feierte gerade mit Kumpels in seiner Fan-Garage den Vatertag. Ein wirtlicher Raum ist das mit allerlei schwarz-weiß-grünem Zeug und kaltem Bierchen. Hier trifft sich vor jedem Heimspiel ein Dutzend Fans zur Vorbereitung auf die anstehende Partie - und hier wurde auch der Vatertag gefeiert. Plötzlich fuhr Babacar N‘Diaye vor. "Ich wollte dir nur kurz zum Vatertag gratulieren, weil du das mit deinen Kindern so toll machst", erinnert sich Kötter an dessen Worte. Und an das verdutzte Gesicht, als der unverhoffte Besucher merkte, dass er in eine Art Fan-Treffen geraten war. Alle waren begeistert. 

Also beschloss Kötter, dem scheidenden Co-Trainer ein Abschiedsgeschenk zu bereiten. Zusammen mit seinem Freund Tom Ketzer entwarf er eine Karikatur, die den Spieler zusammen mit dem Preußen-Adler zeigt. Die wollte er beim letzten Heimspiel am vergangenen Sonntag überreichen. Das durfte er allerdings nicht. Also kontaktierte er sein Idol - und bekam eine erfreuliche Antwort.

Babacar N'Diaye beim SC Preußen Münster

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  • Im Jahr 2012 heuerte Babacar N’Diaye beim SC Preußen Münster an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zunächst war der Senegalese unter Trainer Marc Fascher (l.) als Spieler beim SCP aktiv.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Von 2010 bis 2013 bestritt Babacar N’Diaye 34 Spiele für Preußen Münster.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Ab dem 2012 gehörte er bereits dem Trainerteam des SCP an und war zunächst Co-Trainer von Pavel Dotchev (l.).

    Foto: Rene Penno
  • Anschließend assistierte der heute 42-Jährige Chefcoach Ralf Loose (r.).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der letzte Trainer, mit dem Babacar N’Diaye bei Preußen Münster zusammenarbeitete, war Horst Steffen (r.).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Babacar N'Diaye - hier mit Mittelfeldakteur Benjamin Schwarz (l.) - hatte immer einen engen Draht zur Mannschaft und war sehr beliebt bei den Spielern.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Kurz drauf tauchte Babacar N‘Diaye bei Kötter auf. Er freute sich offenbar riesig über das Bild - und blieb vier Stunden lang. Fußball im Garten, Billard in der Fan-Garage, eine Cola für den Sportler und ein Bierchen für den Fan. Am Ende tauschten sie die Telefonnummern aus. "Schade, dass er gehen muss", findet Tobias Kötter. Aber: Man hört sich . . . 

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