Fußball: A-Junioren-Westfalenpokal
Klatsche für Preußen im Halbfinale gegen Schalke

Münster -

Das war dann doch deftig: Hoch 0:5 verloren die A-Junioren des SC Preußen Münster am Mittwoch das Halbfinale im Westfalenpokal gegen die Talente des FC Schalke 04. Trainer Cihan Tasdelen war sehr unzufrieden. In der Meisterschaft hatte der SCP den Königsblauen noch ein 1:1 abgerungen.

Mittwoch, 11.05.2016, 21:19 Uhr aktualisiert: 12.05.2016, 17:49 Uhr
Riesenchance für die Preußen: Serhat Kot vergibt frei stehend vor dem Schalker Torhüter Sascha Algermissen. Selbst der Ehrentreffer blieb dem SCP verwehrt.
Riesenchance für die Preußen: Serhat Kot vergibt frei stehend vor dem Schalker Torhüter Sascha Algermissen. Selbst der Ehrentreffer blieb dem SCP verwehrt. Foto: Peter Leßmann

Rund vier Wochen nach dem beachtlichen 1:1 in der Bundesliga gegen diese Gelsenkirchener haben sich die A-Juniorenfußballer des SC Preußen Münster mit dem Heimspiel-Halbfinale des Westfalenpokals gegen den FC Schalke 04 sang- und klanglos aus der Saison verabschiedet. Das 0:5 (0:2) traf die Verlierer empfindlich. Eine derartige Klatsche passte nicht zum Verlauf der starken Liga-Rückrunde. Das zweite Halbfinale gewann der Nachwuchs des VfL Bochum mit 2:0 bei Arminia Bielefeld.

Mit dem 0:1 nach neun Minuten schien jede Wehrhaftigkeit verschwunden zu sein. „Ich habe meine Mannschaft nicht wiedererkannt“, schüttelte Trainer Cihan Tasdelen ob der Einseitigkeit der Darstellung später den Kopf. Münster sah zu, was Schalke machte. Dass der West-Zweite die beste Abwehr der Meisterschaftssaison stellte, wurde gar nicht überprüft. Die drei langen Verteidiger um Kapitän Jacob Rasmussen aus Dänemark hatten leichtes Spiel, weil sie sich konzentrierten und von der Gegenseite nur ratlose Harmlosigkeit erlebten. Hatten die Preußen den Ball, baute 04 bisweilen eine Fünferkette auf und riegelte konsequent ab. „Wir haben abwartend agiert und passiv, das war sehr, sehr schlecht“, wunderte sich Tasdelen auch über viele technische Unzulänglichkeiten im Passspiel.

Torjäger Reese dreifach erfolgreich

Der mit einem Profivertrag bis 2019 an Schalke gebundene Torjäger Fabian Reese war für das 1:0 (9.) und 2:0 (36.) verantwortlich. Er machte auch etliche Meter, um anspielbar zu sein. Sein feinfüßiger Kollege in dieser Linie, der US-Amerikaner Haji Wright von New York Cosmos, im Januar geholt und für vier Jahre gebunden, setzte das 3:0 nach Vorlage von Außenspieler Phil Neumann (56.), ehe Reese mit einem Foulelfmetertreffer zum dritten Mal traf (59.). Danach durfte er draußen Platz nehmen und zusehen, wie Wright mit einfacher Drehung die Preußen ins Leere laufen ließ und das 5:0 markierte (72.).

Tasdelen vermisst Bereitschaft

Tasdelen setzte zwar schon ab Minute 41 auf eine echte zweite Spitze, aber auch Maximilian Wüst bekam kaum Szenen. Auch andere Personalrochaden blieben wirkungslos – der im Kampf um den Klassenerhalt monatelang auch mental geforderte Kader hatte keine Kraft mehr, sich zu wehren. Dabei boten die Schalker zentral durchaus Räume an. „Aber diejenigen, die sie hätten besetzten können, haben es an Bereitschaft vermissen lassen“, fand ihr Trainer.

Mit Warschewski, der sich auch oben präsentiert, Gül, Möllmann, Weid, Enning und Kondring sind die sechs Kicker genannt, die U-19-Preußen bleiben. Jungjahrgang Nico Wolters hat für drei Jahre bei Fortuna Düsseldorf zugesagt. Stürmer Wüst will sein erstes Seniorenjahr nicht im Adlerdress absolvieren, sondern beim Oberligisten Roland Beckum.

SC Preußen U 19: Mißner – Weid (79. Blechinger), Middrup, Koymali, Wolters – Brodersen (67. Westmeyer), Gül (72. Cakir), Kaya, Möllmann (41. Wüst) – Kot – Warschewski.

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